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  • Hintergrund • Spurenbeseitigung

  • Display-Oberflächen von Flecken befreien

 erstellt am 16.12.2010 von Christian Hill

Jeder kennt sie – die unvermeidlichen Flecken auf Display-Oberflächen. Profireiniger versprechen Abhilfe, sind aber meist kostspielig. Wir haben getestet, ob diese Mittel ihre Versprechen halten können und wie sie gegenüber klassischen Hausmitteln abschneiden.

 
 
Solch arge Verschmutzungen treten in Wirklichkeit nur selten auf. Dennoch mussten sich die Profi putzmittel unserem Härtetest unterziehen, den nicht alle Reinigungshilfen mit Bravour meisterten
Bild: Auerbach Verlag

Verschmutzungen auf der Mattscheibe sind ein nahezu alltägliches Phänomen, das durch den Trend zur spiegelnden Front immer deutlicher zutage tritt. Diese ist eine willkommene Einladung für feine Staubteilchen, die wie ein Magnet an der Oberfläche des Panels anhaften.
 
Die Herkunft der Fingerabdrücke ist hingegen oftmals ein Mysterium; nicht zuletzt unbewusstes Berühren des Bildschirms z. B. beim Anschalten des Geräts oder Zurechtrücken des Panels lässt schnell die ungeliebten Flecken erscheinen. Fakt ist, dass die natürliche Fettabscheidung der Haut ideal an der Display-Oberfläche haftet und sich an den betroffenen Stellen ein Schmierfilm bildet, der sich ungleich schwieriger entfernen lässt, als das lediglich durch schwachen Elektromagnetismus gehaltene Staubkorn.
Verschmutzungen auf der Mattscheibe sind ein nahezu alltägliches Phänomen
Bild: Auerbach Verlag

Alte Prinzipien

Es reicht aus, das Mikrofasertuch leicht anzufeuchten. Eine völlige Durchnässung verlängert unnötig das Polieren und ablaufendes Wasser könnte in die Elektronik eindringen
Bild: Auerbach Verlag
Mehr als Wasser und ein handelsübliches Mikrofasertuch ist meist nicht nötig, um verwertbare Säuberungsergebnisse zu erzielen. Jedoch benötigt diese Methode Zeit
Bild: Auerbach Verlag

Das wohl älteste Putzmittel der Welt ist das reine Wasser. Aus diesem Grund haben wir zunächst einmal versucht, ohne chemische Hilfsmittel unserem (künstlich) verschmutzten 46-Zoll-Fernseher wieder eine klare Mattscheibe zu verpassen. Sehr wichtig ist dabei die Wahl der Putzhilfe. Die Oberflächen von Flachbildschirmen sind allgemein sehr anfällig für Kratzer. Daher wird an dieser Stelle von jeglichen Papier- oder Küchentüchern abgeraten. Infolge der rauen Oberfläche greifen diese Schutzschichten aller Art an und es bilden sich mehr oder weniger tiefe Rillen im Material. Besser geeignet sind weiche Stofftücher, wobei sogenannte Mikrofasertücher die besten Erfolgschancen verheißen. Die besonders fein verwebten Kunstfasern besitzen wesentlich mehr Berührungspunkte und sorgen damit für bessere und materialschonende Putzergebnisse. Trotzdem sollten Staubrückstände und grobe Verschmutzungen vorher entfernt werden, da auch diese zu ungewollten Kratzern auf der Display-Oberfläche führen können.
 
Soweit die Grundlagen. Doch wie werden sich die altbewährten Mittel gegen die Konkurrenz aus dem Labor behaupten? Mit Wasser und Mikrofaserputztuch bewaffnet, zeigten sich bereits sehr gute Ergebnisse. Selbst arg verschmutzte Stellen strahlten nach einiger Wischarbeit wieder in altem Glanz. An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Mikrofasertuch keinesfalls triefend nass sein sollte, ein leichtes Anfeuchten einer Tuchecke reicht vollkommen aus. Nach mehreren Minuten intensiver kreisförmiger Wischbewegungen war die Putzprozedur mit zufriedenstellendem Ergebnis beendet. Jedoch offenbarte sich gleich eine auffällige Schwäche: Die Display-Oberfläche war immer noch statisch geladen. Bereits nach wenigen Minuten setzten sich Staubkörner auf der Oberfläche ab. Des Weiteren waren nach wie vor Schlieren zu erkennen.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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