Stephanie zu Guttenberg wieder für RTL2 im Einsatz

11.11.2011, 12:59 Uhr, su

Nach "Tatort Internet" testet der Privatsender RTL2 ein neues Doku-Format. In "Tatort Deutschland – Das Kriminalmagazin" geht es erneut um Kindesmissbrauch und auch Stephanie zu Guttenberg ist wieder mit dabei.


Wie der Privatsender am Freitag mitteilte, beleuchtet der Moderator und ehemalige Polizeipräsident Udo Nagel in der Sendung erneut "außergewöhnliche Kriminalfälle in Deutschland". Der erste Fall führt ihn dabei nach Dortmund. Ein wegen Kindesmissbrauchs Verurteilter wird aufgrund eines Richterspruchs aus der Sicherungsverwahrung entlassen und missbraucht erneut ein siebenjähriges Mädchen.
 
Udo Nagel fragt daraufhin bei Politikern, Psychologen, Journalisten, Polizei und Staatsanwaltschaft nach, warum die deutsche Gesetzgebung die Entlassung  eines solchen Täters erlaubt. Nach Senderangaben besucht Udo Nagel in Zusammenhang mit dem Fall auch Stephanie zu Guttenberg, die im vergangenen Jahr durch das RTL2-Format "Tatort Internet - Schützt endlich unsere Kinder" führte (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). 


Als Präsidentin der Kinderschutzorganisation "Innocence in Danger" setzt sich die Frau des ehemaligen deutschen Verteidigungsministers, Karl-Theodor zu Guttenberg, gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ein. Prominente Unterstützung im Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern erhält sie außerdem von Schauspieler und Regisseur Til Schweiger, der für die Kinderschutzorganisation einen Präventionsfilm dreht. Udo Nagel besucht beide am Set und spricht mit ihnen über die Hintergründe ihres Engagements. Von "Tatort Deutschland – Das Kriminalmagazin" plant RTL 2 bislang nur eine Folge. Sie wird am 12. Dezember um 22.10 Uhr ausgestrahlt.


Die Sendung "Tatort Internet" galt im vergangenen Jahr als sehr umstritten und wurde nicht nur in Medien, sondern auch von der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) kritisiert. "Die Sendungen verstößt gegen die im Rundfunkstaatsvertrag verankerten Programmgrundsätze, da sie die Persönlichkeitsrechte nicht hinreichend schützt", urteilten die Medienhüter seinerzeit.

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