Studie: Große Schritte bei Ausbau von DVB-T2 bis 2022

12.12.2017, 14:58 Uhr, jk

Jüngsten Analysen zufolge wird DVB-T2 innerhalb der nächsten fünf Jahre in knapp drei von vier europäischen Haushalten angekommen sein. Derweil hat der öffentlich-rechtliche Sender Czech TV aus Tschechien den Umstieg auf den neuen Standard angekündigt.


Die Analyse von Dataxis ergibt nun, dass bis 2022 72 Prozent der Haushalte in Europa via DVB-T2 erreicht werden können. Bisweilen stellt sich die Situation genau andersrum dar. 2017 sind es lediglich 30 Prozent Reichweite in Europa. Den Anstieg schreibt die Prognose vor allem den Umstiegsplänen in Italien und Spanien zu, wo in Zukunft rund 25,8 Millionen Haushalte und damit 57 Prozent aller DVB-T2-Konsumenten erreicht werden sollen.


Während dieses Jahr noch zwölf Länder hybride Netze nutzen, bei denen die beiden aktuellen Standards DVB-T und DVB-T2 zum Einsatz kommen, sind es laut den Analysten von Dataxis bis 2022 nur noch acht. Im Wege stehen könnten den Betreibern jedoch die nationalen Behörden, wie schon in Belgien oder Schweden vorgekommen.

Dazu kommt, dass die Umstellung auf DVB-T2 auch mit infrastrukturellen Investitionen verbunden ist. Es gibt also auch Hürden zu überspringen auf dem Weg zu einer Drei-Viertel-Abdeckung in Europa.

Indes hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Tschechien angekündigt, auf DVB-T2 umzusteigen. Der Zeitplan geriet etwas in Gefahr, da das Gesetz zur Regelung der elektronischen Kommunikation erst im 2. September in Kraft getreten ist. Bis Juni 2020 will man den Übergang abgeschlossen haben, ab Mitte 2019 werden die aktuellen noch betriebenen Multiplexe nach und nach abgeschaltet.

  • Gefällt mir