Übermittlung Ihrer Stimme...
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Vergeben Sie einen bis fünf Sterne.

  • Studie: Kino erreicht bei Mediennutzern höchste Aufmerksamkeit

22.02.2012, 16:35 Uhr, rh

Laut einer aktuellen Studie vom Marktforscher Goldmedia ist das Kino das aufmerksamkeitsstärkste Medium in Deutschland. Zudem schreiben die Experten die Kosten für die Mediennutzung mit durchschnittlich 18 Cent als gering aus.


Damit die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch quantitativ gemessen werden kann, hat Goldmedia den Aufmerksamkeits-Index AIX entwickelt. Damit soll ermittelt werden, in welchem Umfang verschiedene Medien die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer auf sich ziehen. Wie die Forscher am Mittwoch mitteilten, zeigte sich der Index für Kinofilme doppelt so hoch wie der Wert für Zeitschriften und mehr als viermal so hoch wie der Index für Bücher. Vor allem bei Radionutzung und beim Musikhören sei die Aufmerksamkeit der Anwender gering.
 
Beim Vergleich der Medienumsätze und der Mediennutzungsdauer ergab sich ein ungleiches Verhältnis. So hätten zum Beispiel die Printmedien in 2010 zwar für 50 Prozent der gesamten Branchenumsätze gesorgt, aber bei der Mediennutzungszeit lediglich einen Anteil von 10 Prozent erreicht. Im Gegenzug habe die Nutzungszeit beim Hörfunk bei 32 Prozent gelegen, der Anteil am Umsatz aber nur bei 8 Prozent.

Die Forscher betonten in ihrer Auswertung, dass die Aufmerksamkeit der Nutzer steige, wenn für sie bei der Mediennutzung direkte Kosten entstehen, beispielsweise beim Kauf einer Kinokarte. Sobald die Kosten pro Zeitinheit sinken, falle auch der AIX. Das sei dann der Fall, wenn die Werbeindustrie quasi für die Aufmerksamkeit der Mediennutzer bezahle und damit indirekte Kosten verursacht. Zur Berechnung des AIX-Wertes teilen die Experten die Gesamtumsätze je Medium durch die Gesamtnutzungszeit.
 
Bei einem Gesamtumsatz der Kinobranche von mehr als einer Milliarde Euro in 2010 erreichte das aufmerksamkeitsstärkste Medium Kino einen durchschnittlichen Umsatzwert von 4,43 Euro pro Stunde. Eine Stunde Zeitschriftennutzung sei 2,20 Euro wert, eine Stunde Buchlesen 1,02 Euro und eine Stunde Tageszeitungsnutzung 0,83 Euro. Für eine Stunde TV-Konsum würden lediglich 11 Cent aufgewendet und für die Nutzung von Musik nur 10 Cent. Eine Stunde Radio stünde für 4 Cent Umsatz.
 
Mit Ausnahme der Medienbereiche Mobile und Games erreichen die Mediengattungen Kino, Print, Video/DVD, TV, Internet, Musik und Radio laut Studie einen Durchschnittswert von 18 Cent pro Stunde. Im zeitlichen Verlauf hätten sich Kino, Internet und Zeitschriften bei den Umsätzen pro Nutzungsdauer gesteigert. Während das Internet dank gestiegener Online-Werbeumsätze beim AIX 2010 um 112 Prozent zulegen konnte, stieg der Wert für das Kino um 38 Prozent, was auf die 2010 höheren Vertriebsumsätze durch 3D und gesteigerte Ticketpreise zurückzuführen sei. Zeitschriften hätten ein Plus von 81 Prozent erlangt, allerdings stünden dem Ergebnis fallende Nutzungszeiten gegenüber.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren 
  • Gefällt mir

Noch keine Kommentare vorhanden. Verfassen Sie den ersten Kommentar zum Beitrag.

  • Spannende Hintergrundthemen
Die neue Interaktivität
Heimkino
Als Herausstellungsmerkmal gegenüber der DVD erhält HD-exklusives Bonusmaterial einen immer größeren Stellenwert. Wir fragen daher: Welches Potenzial steckt hinter den neuen Features? Anfang des Jahres 2008 auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas: Die HD DVD steht kurz vor ihrem Aus und versucht sich noch mit interaktiven... mehr... 
Filmrolle, Farben, Technicolor
Heimkino
Es ist die Farbe, die unsere Fantasie beflügelt und die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Doch die Anfänge Hollywoods waren alles andere als bunt, bis eine bis dahin unbedeutende Firma namens Technicolor die Filmwelt aus der Einfarbigkeit holte. mehr... 
Iron Man 2
Entertainment
Comic-Verfilmungen so weit das Auge reicht: Passend zur Titelstory des Blu-ray Magazins Ausgabe 6/2010 (Seiten 14 bis 21) haben wir die Blu-ray von "Iron Man 2" auf Herz und Nieren getestet. Ob die Fortsetzung das grandiose Niveau des Originals erreicht und inwieweit uns die Technikabteilung überzeugen konnte, erfahren Sie hier.  mehr... 
USALS
Digital-TV
Im Grunde gibt es diese DiSEqC-Einstellung gar nicht. Die Firma Stab entwickelte das Drehanlagenberechnungssystem "USALS". Mit diesem System werden DiSEqC-1.2-Motoren haargenau auf Satelliten ausgerichtet, ohne diese manuell anfahren und abspeichern zu müssen. Umgangssprachlich ist die Erweiterung des DiSEqC-1.2-Levels auch als DiSEqC 1.3 bekannt. mehr... 
Anzeige
Digital-TV Jetzt!
Bild: Auerbach Verlag

Der analoge Satellitenempfang in Deutschland ist seit dem 30. April abgeschaltet. Was Sie jetzt tun müssen und alle Informationen zur Digital-TV-Umstellung hat DIGITALFERNSEHEN.de zusammen mit den Partnern Astra, Loewe und Televés für Sie zusammengestellt. Lesen Sie mehr...
Beliebteste Meldungen
Leserwahl 2012
Bild: Auerbach Verlag

Die Leserwahl von DIGITALFERNSEHEN.de und den Zeitschriften AUDIO TEST, DIGITAL FERNSEHEN, HD+TV, DIGITAL TESTED, BLU-RAY MAGAZIN und SATELLIT ist entschieden. In 30 Kategorien haben unsere Leser die Produkte des Jahres 2012 gekürt. Alle Gewinner und mehr...
DIGITALFERNSEHEN.de auf iPad und iPhone
Bild: Auerbach Verlag

DIGITALFERNSEHEN.de erobert Smartphones und Tablet-PCs - Details zu unserer Gratis-App sowie Facebook, Twitter und Co. mehr...
Finden Sie uns auf Facebook