TV-Nachrichten erzielen Top-Quoten

08.12.2010, 11:54 Uhr, mw

Die vielbeschworene Überlegenheit des Internets bei aktuellen Ereignissen macht den TV-Nachrichten nichts aus. Die großen Fernsehnachrichtensendung erfreuen sich nach wie vor eines ungebremsten Zuspruchs.


Die Nachrichtensendungen von ARD, ZDF und den Privaten haben in diesem Jahr mehr Leute angezogen als noch im Vorjahr. Das geht aus einer Studie des Branchenportals "meedia.de" hervor. Dabei gehen als größter Gewinner unter den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen die ARD-Tagesthemen hervor, die am Dienstag ihre 10 000 Sendung feierten. Die ARD-Spätnachrichten schalteten 2010 jeweils etwa 160 000 Leute mehr ein, als noch im Vorjahr. Das bedeutet ein Plus von 7,1 Prozent  und die höchste Quote seit 1997. Die guten Zahlen kamen laut "meedia.de" aber auch durch die Fußball-WM zustande, während der die Sendung an manchen Tagen in der Halbzeitpause von WM-Spielen lief. Dieser Effekt machte sich ebenso beim "Heute-Journal" des ZDF bemerkbar.


Auch die Hauptnachrichtensendung im deutschen Fernsehen, die "Tagesschau" konnte 2010 zulegen. Mit durchschnittlich 5,34 Millionen Zuschauern verbesserte sie sich gegenüber dem Gesamtjahr 2009 um 80 000 Zuschauer. Mit den Zuschauern auf den anderen Kanälen wie den Dritten, bei 3 Sat und Phoenix waren es sogar 9,08 Millionen Zuschauer. Dagegen verloren die "Heute"-Nachrichten im ZDF Zuschauer und konnten nur noch 3,7 Millionen für sich begeistern. So wenig Zuschauer hatte diese Nachrichtensendung noch nie. Der Vorsprung auf das "Heute-Journal", das stetig wachsende Zuschauerzahlen verzeichnet, schmolz damit auf 180 000 Zuschauer.

Selbst RTL und Sat 1 konnten sich mit ihren Nachrichten verbessern. Vor allem die Sat-1-Nachrichten holten auf und wurden von durchschnittlich 1,89 Millionen Zuschauern eingeschaltet. RTL liegt mit "RTL aktuell" und 3,86 Millionen Zuschauern vor den "Heute"-Zahlen. Insgesamt sahen 20,73 Millionen Menschen die sechs großen Nachrichtensendungen, und damit so viele wie seit 2006 nicht mehr.

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