"Tatort": Doch kein Medientheken-Rekord für Schweiger

03.03.2016, 09:50 Uhr, kw

Ein technischer Fehler hob Til Schweiger mit seiner "Tatort"-Folge kurzzeitig auf den Thron der erfolgreichsten "Tatorte" in der ARD-Mediathek - doch zu unrecht. Der Bestwert gebührt weiterhin Josef Liefers und Axel Prahl als Thiel und Boerne.


Til Schweiger befand sich mit "Der große Schmerz" zu Unrecht auf dem Thron der "Tatort"-Mediathek. Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Mittwoch meldete, habe eine "falsche Datenlieferung", die ein technischer Fehler verursacht hatte, für fehlerhafte Werte bei den Zugriffszahlen der ARD-Onlineplattform gesorgt. Damit erzielte der Schweiger-"Tatort" doch nicht wie gemeldet die Bestmarke in der Mediathek.


Unangefochtener Sieger bei den Online-Zugriffszahlen bleibt damit auch weiterhin "Schwanensee" aus Münster mit Josef Liefers und Axel Prahl als Thiel und Boerne, den 596.000 Menschen online sahen, während die erste Episode der Schweiger-Doppelfolge in den sieben Tagen, die er online stand, nur 303.528 Zugriffe verbuchen konnte. Ursprünglich waren dafür 596.375 Aufrufe gemeldet worden. Auch bei der zweiten Schweiger-Folge mussten die Zahlen nach unten korrigiert werden. Statt 417.962 Zugriffe brachte es "Fegefeuer" lediglich auf 303.528 Mediatheken-Aufrufe.

Mit seinem Kino-"Tatort" brachte Schweiger 30 Jahre nach Götz George als Schimanski zwar erstmals wieder einen "Tatort" vom Fernsehen ins Kino, doch ein Erfolg gelang ihm damit nicht. "Off Duty" war als fünfter Teil und damit Abschluss der Geschichte um den Astan-Clan konzipiert, doch bei dem Kinopublikum fand er keinen besonders großen Anklang. Der Kritik, die seine letzten beiden "Tatort"-Folgen im Fernsehen nach sich zogen, war er mit einem Rundumschlag begegnet.

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