Spezial • Test: Audiolab M-DAC

Computeraudio neu definiert

 erstellt am 02.05.2013 von Jens Voigt, Martin Heller
Die Produkte von Audiolab werden von englischen Ingenieuren entwickelt und genießen einen guten Ruf. Der verbaute Sabre32-D/A-Wandler dagegen polarisiert die Liga der Entwickler. Was macht der M-DAC aus diesen Anlagen?
 
 
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Die Anteile von Verzerrungsprodukten sind bei -20dBFs und 192kHz kaum klangbeeinflussend
Bild: Auerbach Verlag

Der M-DAC stellt eine logische Weiterentwicklung der erfolgreichen 8200er Serie von Audiolab dar. Bisher waren die D/A-Wandler-Fähigkeiten des ESS-Sabre32 9018-Hybridwandlers den CD-Playern vorbehalten. Diese verfügen auch über digitale Eingänge und sind somit auch als DAC zu verwenden. (siehe AUDIO TEST 1/2012).
 
So ist es nicht verwunderlich, dass der M-DAC die Tugenden der bewährten Geräte in sich trägt und ebenfalls mit sieben umschaltbaren sowie updatefähigen Rekonstruktionsfiltern aufwartet. Wenn man die Geräte vergleicht, stellt man beim inneren Aufbau fest, dass das Platinenlayout in den wichtigsten Punkten übereinstimmt. Interessant sind die zusätzlichen Features, die dem Wandler mit auf den Weg zu den Hi-Fi-Anlagen gegeben wurden.
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Das Übersprechen der Kanäle ist so gering, dass die Grenze der Messbarkeit erreicht ist
Bild: Auerbach Verlag

Das sehr flüssig reagierende Monochromdisplay kann bei Bedarf eine hohe Informationsbandbreite darstellen. Es bietet Pegelanzeigen oder die Anzeige aktueller Abtastraten des Eingangssignals auf drei Stellen nach dem Komma genau. Auch die Übertragung von Titelnummer und Zeit sind über S/PDIF möglich, wenn das Wiedergabegerät dies unterstützt.
 
Weiter geht es in der Ausstattung bei der Aufwertung und Verarbeitung der USB-Daten am Eingang, der treiberfrei bis 96 kHz funktioniert. Ein umfangreiches Softwarepaket isoliert die Audiodaten von der Taktrate und stellt somit eine Neusynchronisation zur Verfügung. Zusätzlich bietet der M-DAC weitere Möglichkeiten, Störkomponenten für die verschiedenen Bereiche der Schaltungstechnik zu unterdrücken.
Der Frequenzverlauf bei der Nutzung des Optimal-Transient-Filters im 192-kHz-Betrieb
Bild: Auerbach Verlag

Dazu gehören die dreifache Aussiebung von Aliasingprodukten, die 15 Spannungsregler und die hohe Anzahl an Siebkondensatoren für die Versorgung der einzelnen Schaltungsabschnitte. Dieser Aufwand ist uns bis dato für einen D/A-Wandler noch nicht untergekommen. Rein messtechnisch betrachtet hat diese Ausstattung Sinn, wie auch unsere Messergebnisse belegen.
 
Der M-DAC erreicht, wenn wir genau sein wollen, im Durchschnitt an die 2 dB abweichende Werte im Vergleich zum 8200 CD (Test 01/2012) bei 96 kHz. Dies bezieht sich auf den Signalrauschabstand und die Dynamik nach AES17. Bei den Anteilen von harmonischen Verzerrungen sind die Werte im Promille-Bereich etwas höher.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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