Hintergrund • The Irregular At Magic High School Vol. 1

Harry-Potter-Anime?

 erstellt am 21.09.2015 von Falko Theuner
Festgefahrene Gesellschaftsnormen können erst umgeworfen werden, wenn sich jemand "andersartiges" zur Gruppe hinzugesellt. Ist dieser Jemand stark genug, so kann er vielleicht sogar das Ständesystem einer Magie-Oberschule ins Wanken bringen. Ist Tatsuya Shiba in "The Irregular At Magic High School" in der Lage sich den die eingefahrenen Strukturen seiner Eliteschule zu widersetzen?

Die Zukunft: Bereits vor dem dritten Weltkrieg wurde der Begriff der "Magie" nicht nur ausschließlich im Zusammenhang mit Märchen oder Fantasy-Romanen genannt. Vielmehr entwickelten sich die technischen Möglichkeiten dermaßen rasant weiter, dass Magie nun wissenschaftlich begriffen und technisch reproduziert werden kann. Die Stärke davon und deren Eigenschaften wiederum hängen von den Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen ab. Nach dem Krieg, der die irdische Population auf drei Milliarden Menschen reduzierte, galt die Magie auch weiterhin als Abschreckungsmittel zwischen den Staaten und wurde sogar an den Schulen gelehrt. Und hier beginnt die Geschichte von Tatsuya und Miyuki Shiba, einem Geschwisterpärchen, das ein dunkles Geheimnis in sich trägt.

Harry-Potter-Anime?

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Als Held der Handlung nutzt Taysuya jede Möglichkeit, um sich Verbündete zu schaffen. Beim Magie-Duell zeigt er, was sich mit Schallgeschwindigkeit alles erreichen lässt
Bild: © KSM

Das neue Schuljahr an der ersten staatlichen Magieoberschule hält viele Überraschungen bereit, die sich insbesondere im Bereich der Neuankömmlinge häufen. Wie üblich gibt es permanente Rivalitäten zwischen den höhergestellten "Blooms" und den niedriger gestellten "Weeds", was häufig in Handgemenge und Magie-Duellen ausartet.
 
Diese völlig überflüssige Rivalität bekommt Tatsuya vom ersten Tage an zu spüren, da er dem Lager der "Weeds" zugeteilt wurde und somit von der Elite der Elite als Minderbemittelt angesehen wird. Allerdings stellt sich heraus, dass wesentlich mehr in ihm steckt, als er nach außen hin zeigen möchte. Seine Spezialität ist die Geschwindigkeit.
 
In ihm schlummert eine große Macht, die so ziemlich alles übertreffen dürfte, was an dieser Schule gelehrt wird. Daher ist es ein umso größeres Geheimnis, warum Tatsuya sich um jeden Preis als normaler Schüler ausgibt und seine Kräfte so gut es geht verbirgt.

Die Frauen

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Miyuki beherrscht das Element des Wassers und ist entgegen ihrer freundlichen Art sehr "cool"
Bild: © KSM

Seine kleine Schwester Miyuki wiederum beherrscht das Wasser-Element, ist den "Blooms" zugeordnet und soll die Willkommensrede im Namen aller Neuankömmlinge halten. Sie plädiert für Gleichheit und Gerechtigkeit unter den Mitschülern und wird von der Schülersprecherin als politische Vermittlerin eingesetzt.
 
Ihre Beziehung zu Tatsuya geht über die reine Geschwisterliebe hinaus, sodass sie öfters errötet, wenn sie mal wieder einen von seinen in aller Belanglosigkeit geäußerten Sätzen missdeutet. Solche inzestuösen Andeutungen gibt es häufig in japanischen Animes, wobei das bekannteste Beispiel die 1980er-Jahre-Serie "Georgie" sein dürfte.
 
Obwohl diese Serie kaum etwas mit den üblichen Harem-Comedies gemein hat, fällt es auf, dass sich im Laufe der Serie zahlreiche Frauen um den selbstsicheren, talentierten und charismatischen Tatsuya ansammeln. Und selbstverständlich verlieben sich alle früher oder später in ihn. Anstatt allerdings in überflüssige Fan-Service-Schemen zu verfallen, konzentriert sich die Handlung hauptsächlich auf den Aufstieg des Zauberlehrlings, von einem Schüler zu einer ganz klaren Anführer-Persönlichkeit.
 
Die Frauen unterstützen ihn bei dieser Entwicklung und heben ihn gesellschaftlich gesehen in die Höhe. Dabei stehen die Nachnamen der Charaktere (die alle auf Shiba enden) in einem genealogischen Verhältnis zueinander, was auf ähnlich starke Kräfte hindeutet. Worauf sich dieses Team außergewöhnlicher Magier vorbereiten muss, ist keineswegs nur eine schriftliche Prüfung. Hier geht es um eine reale Bedrohung, die erst im Laufe der Serie Gestalt annimmt.

Magische Technik


Der Bildtransfer glückte dem Studio problemlos, sodass die 7 Episoden der Blu-ray dem heutigen visuellen Standard eines modernen Animes entsprechen. Das Bild ist also makellos und begeistert mit schönen Hintergründen kräftigen Farben und klaren Linien. Der DTS-HD MA 5.1-Ton wiederum klingt auf der Ebene der Dialogspur (die gut synchronisiert ist) verzerrt und hohl. Auch Räumlichkeit und Dynamik werden vermisst. Als Extras liegen die textlosen Vor- und Abspänne vor sowie ein paar dreiminütige, sporadisch animierte "Grundkurse in Magie".
 
Unboxing-Video zu "The Irregular At Magic High School Vol. 1":


Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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