Twitch zu Uploadfilter: "Wir sperren niemanden aus!"

05.04.2019, 10:55 Uhr, jk

Wenige Tage nach der Abstimmung über den Upload-Filter grassierten verschiedene Szenarien, was auf große Internet-Plattformen durch Artikel 13 zukommen könnte. Eine davon: Das Aus für Video-Spiele. Nun äußert sich Twitch dazu.


Über die Konsequenzen der umstrittenen EU-Reform des Urheberrechts wurden Seitens der Artikel-13-Gegner verschiedene Szenarien erdacht. So auch in einer Meldung der Piratenpartei vom 3. April, die das Aus des Streamingdienst Twitch durch Uploadfilter und Blockierungen ankündigte.


Nun hat sich ein Twitch-Sprecher dazu gegenüber DIGITAL FERNSEHEN geäußert und stellt klar:
"Twitch zieht gerade nicht in Erwägung Nutzer oder Communities über etwaige Uploadfilter auszusperren. Die Informationen 'der Piratenpartei' (Anm. d. Red.) beziehen sich auf spekulative Aussagen, die CEO Emmett Shear in einem Talk bzw. Interview vor der Abstimmung formuliert hat. Es ging dabei darum, darüber zu informieren, welche Maßnahmen ggf. Twitch treffen müsste, um entsprechend nach Artikel 13 gesetzeskonform zu handeln."
 
Weiter heißt es in der Email die der Redaktion von DIGITAL FERNSEHEN vorliegt: 
"Die Entscheidung des Europäischen Parlaments zu Artikel 17 (ehem. Artikel 13) der Urheberrechtsreform der Europäischen Union hat uns sehr enttäuscht. In dieser Form ist dieser Artikel ein schlecht gemachter Teil der neuen Urheberrechtsreform. Wir glauben, dass Artikel 17 negative Auswirkungen auf Millionen Creator sowie ihre Zuschauer und Fans haben könnte."
 
Twitch sei zuversichtlich, sich trotz Artikel 13 weiter für die Interessen der Community einzusetzen und eine clevere Lösungen zu finden um trotz der Urheberrechtsreform erfolgreich sein können.

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