Umfrage: Nur 44 Prozent wollen Rundfunkbeitrag senken

19.12.2013, 08:57 Uhr, fm

Mit den zu erwartenden Mehreinnahmen von 1,145 Millionen Euro könnte der Rundfunkbeitrag schon bald gesenkt werden. Doch nur 44 Prozent der Beitragszahler würden das Geld tatsächlich dafür einsetzen, wie eine neue Umfrage ergab. Alternativ sollten ARD und ZDF lieber ins Programm investieren.


Nach Monaten der Spekulation gibt es seit Mittwoch endlich erste konkrete Zahlen, wie sich der neue Rundfunkbeitrag auf die Finanzen der Öffentlich-Rechtlichen auswirkt. Die zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) kam zu dem Ergebnis, dass 1,145 Millionen Euro zusätzlich zu erwarten seien und empfiehlt daher den Ländern, den Beitrag um 73 Cent zu senken. Auch mehrere Politiker hatten eine mögliche Reduzierung der monatlichen Abgabe bereits angestoßen und damit auch den Nerv von 44 Prozent der zahlenden Bundesbürger getroffen. Denn laut einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Programmzeitschrift "Auf einen Blick", gaben 44 Prozent der 1002 Befragten zu Protokoll, dass die Gelder für eine Beitragssenkung verwendet werden sollen.


Damit hat sich zwar der größte Teil der Befragten für diese Option ausgesprochen, dennoch sind es nicht einmal die Hälfte aller Bürger, die für eine Reduzierung plädieren.
 
Mit 36 Prozent sieht mehr als ein Drittel das Programm von ARD, ZDF und Deutschlandradio als beste Verwendungsmöglichkeit für die 1,145 Millionen Euro an. Sie vertraten die Meinung, dass das Geld lieber in ein besseres Programm der Öffentlich-Rechtlichen investiert werden solle. Bei den Umfrage-Teilnehmern ab 60 Jahren, die den größten Teil des öffentlich-rechtlichen Publikums ausmachen, sprachen sich sogar 42 Prozent für diese Möglichkeit aus. Für eine Beitragssenkung plädierten hier 33 Prozent der Befragten.
 
Neben einem besseren Programm steht auch das Thema Werbung auf dem Wunschzettel der Beitragszahler. So gaben 17 Prozent der Befragten an,  lieber auf die 73 Cent zu verzichten, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender dafür weniger Werbung zeigen.

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