Umfrage zur Zukunft von Zeitungen: Bevölkerung uneins

09.08.2018, 14:44 Uhr, dpa

Haben gedruckte Zeitungen noch eine Zukunft?


Die Menschen in Deutschland sind laut einer repräsentativen Studie uneins, ob gedruckte Zeitungen noch eine Zukunft haben. 9 Prozent gehen sicher davon aus, dass Printmedien in zehn Jahren "tot sind", wie die am Donnerstag veröffentlichte Studie von Statista im Auftrag der Initiative nextMedia.Hamburg ergab. 34 Prozent glauben, dass das "eher zutrifft", 42 Prozent dagegen, dass das "eher nicht zutrifft". Und 15 Prozent der Befragten rechnen fest damit, dass es in zehn Jahren noch Printmedien geben wird.


52 Prozent der Befragten schätzen es so ein, dass für sie auch dann noch Tages- und Wochenzeitungen relevant sein werden. Auf den gleichen Wert kommen Fachmagazine. Bei Nachrichtenmagazinen sind es 29 Prozent, bei Boulevardzeitungen/-zeitschriften 26 Prozent.
 
Bedenken haben die Befragten mit Blick auf neue technologische Entwicklungen in der Medienbranche wie den Roboterjournalismus. Texte, die nicht von Journalisten, sondern von Computerprogrammen auf der Grundlage von Daten und vorformulierten Textbausteinen geschrieben werden, sehen die meisten Menschen in Deutschland ausgesprochen kritisch: So halten nur 3 Prozent automatisierte Nachrichten und Roboterjournalismus für sinnvoll, 49 Prozent betrachten beides skeptisch, 28 Prozent finden es schlecht. Und 20 Prozent sind der Ansicht, das hänge vom Thema der Berichterstattung ab,
 
Nur 21 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz (KI) sich im Journalismus durchsetzen wird, 45 Prozent glauben das nicht, 34 Prozent gaben an, die Frage nicht beantworten zu können. Automatisiert erstellte Nachrichten halten gerade 18 Prozent der Befragten für glaubwürdig, 43 Prozent nicht, 39 Prozent sind in dieser Frage unentschieden. 91 Prozent sind dafür, dass automatisiert erstellte Artikel gekennzeichnet werden sollten, nur 4 Prozent dagegen, 5 Prozent ist das egal.

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