Unitymedia Kabel BW wirft weitere ARD-Sender aus analogen Netzen

09.12.2013, 10:37 Uhr, ps

Unitymedia wirft weitere dritte Programme der ARD aus den analogen Netzen. Je nach Region sind es entweder BR, NDR oder MDR, die dem Spartensender RTL Nitro weichen müssen. Digital werden die ARD-Sender weiterhin empfangbar bleiben.


Für Kabelzuschauer, die ihr TV-Programm weiterhin analog empfangen, steht im Verbreitungsgebiet von Unitymedia Kabel BW eine weitere Umstellung an. Nachdem vor einigen Wochen bereits ProSieben Maxx in die analog in Netze eingespeist wurde und dabei je nach Region ein drittes Programm der ARD verdrängte, findet das gleiche Spiel nun mit RTL Nitro statt.


Wie Unitymedia Kabel BW am Montag mitteilte, soll RTL Nitro bereits ab dem morgigen Dienstag (10. Dezember) analog eingespeist werden. Dabei verdrängt der Kanal natürlich ein anderes Programm aus der Kanalliste. In Nordrhein-Westfalen müssen Zuschauer auf das BR Fernsehen verzichten. In Hessen verdrängt der neue RTL-Sender in den Regionen Fulda, Frankfurt und Gießen den NDR. In der Region Kassel fliegt der MDR aus den analogen Netzen. In Baden-Württemberg erwischt es ebenfalls NDR und MDR, die sich bislang jeweils mit je nach Region unterschiedlichen Sendern im Tagesverlauf einen Sendeplatz geteilt haben.
 
Die Neubelegung der analogen Kabelplätze steht dabei klar im Zusammenhang mit dem andauernden Streit um die Zahlung von Einspeisegebühren für die Kabelverbreitung von TV-Sendern, welche von der ARD verweigert wird. So konnte sich der Netzbetreiber in seiner Ankündigung der Umbelegung einen Seitenhieb auf die ARD nicht verkneifen: "Bei der Neubelegung dieser Sendeplätze gibt Unitymedia Kabel BW einem privaten Sender den Vortritt vor den öffentlichen-rechtlichen Sendern, die ihrerseits keinen Wert mehr auf die analoge Verbreitung ihrer Programme legen", hieß es dabei von Seiten des Unternehmens.
 
Die Sender BR, NDR und MDR werden jedoch weiterhin digital bei Unitymedia Kabel BW verbreitet. Kunden, die von analog auf digital wechseln wollen, müssen dabei keinen neuen Vertrag mit dem Kabelnetzbetreiber abschließen. Es wird dafür lediglich ein neues Empfangsgerät für DVB-C benötigt.
 
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