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  • Porträt • Unternehmensgeschichte Kabel Deutschland

  • Vom Staatsmonopolisten zum Marktführer

 erstellt am 26.11.2009 von Matthias Wetzel

Kabel Deutschland verdankt seine Gründung eigentlich der Europäischen Union. 1998 beschloss die EU-Kommission die komplette Trennung der Telekommunikations- und Kabelfernsehnetze zur Schaffung von mehr Wettbewerb. Das hatte zur Folge, dass die Deutsche Telekom ihre Kabelnetze ausgliedern musste, um einen späteren Verkauf zu ermöglichen. 1999 wurde zu diesem Zweck die Kabel Deutschland GmbH (KDG) gegründet.

 
 
Firmenzentrale in Unterföhring
Bild: Kabel Deutschland

Die KDG übernahm die operative Führung des Kabelgeschäfts. In der Folge wurde das Unternehmen in neun eigenständige Regionalgesellschaften aufgeteilt. Diese sollten später einzeln an Investoren verkauft werden. Die Abwicklung des Verkaufs übernahm der ehemals für das Telekommunikationsgeschäft der Bundespost verantwortliche Ministerialdirektor Franz Arnold.
 
Zuerst verkaufte die Telekom im Jahre 2000 die Kabelnetze der Kabel NRW an den US-Investor Richard Callahan. Als zweite Region wurde die Kabel Hessen verkauft. 2001 erwarb Callahan die Kabelnetze der Kabel BW in Baden-Württemberg. Aus ihnen entstanden später die regionalen Kabelgesellschaften Ish (NRW), Iesy (Hessen) und Kabel BW (Baden-Württemberg). Im Jahr 2007 fusionierten Ish und Iesy unter der einheitlichen Marke Unitymedia. Nachdem 2002 der Verkauf der verbliebenen sechs Gesellschaften an den amerikanischen Medienkonzern Liberty Media vom Bundeskartellamt untersagt wurde, kaufte 2003 eine Investorengruppe aus Apax Partners, Providence Equity Partners und Goldman Sachs Capital Partners die sechs Regionalgesellschaften und bündelte sie in der Kabel Deutschland Gruppe. Neben den eigentlichen BK-Netzen erwarben die Investoren unter anderem auch Call-Center-Gesellschaften und IT Services.
 
Der Kaufpreis in Höhe von 1,7 Mrd. Euro (zuzüglich Nebenkosten in Höhe von rund 88 Mio. Euro) wurde finanziert über rund 100 Mio. Euro Eigenkapital, 562 Mio. Euro Gesellschafterdarlehen und Krediten in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Insgesamt hatten die Finanzinvestoren also rund 662 Mio. Euro an Eigenkapital und Gesellschafterdarlehn eingesetzt.
 
Das Unternehmen wurde nach dem Kauf durch die Finanzinvestoren restrukturiert. Die Investoren installierten ein Management, das sich aus Industrieexperten aus der Kabel- und Telekommunikationsindustrie zusammensetzte.

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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Letzte Änderung: Dienstag, 15.06.2010
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