Verbraucherschützer warnen vor Betrug mit DVB-T2

10.01.2017, 18:44 Uhr, km

In den ersten Regionen wird Fernsehempfang via DVB-T bald abgeschaltet. Die Verbraucherschützer warnen: Unseriöse Vertreter nutzen die Verwirrung um das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD und bieten überteuerte Verträge an.


In vielen Regionen wird der Empfang von DVB-T am 29. März 2017 abgeschaltet, sodass es dort über Antenne ausschließlich den neuen digitalterrestrischen Antennenstandard DVB-T2 HD zu sehen gibt. Verbraucherschützer warnen jetzt davor, sich von unseriösen Anbietern unter Druck setzen zu lassen. Die nutzen nämlich die Unsicherheit vieler Nutzer aus und bieten überteuerte Kabel- oder IPTV-Verträge an.


Bei den Verbraucherzentralen meldeten sich vermehrt Betroffene, denen mit Hinweis auf die Abschaltung von DVB-T teure Kabelverträge als Ersatz angeboten wurden, teilte die Verbraucherzentrale NRW mit. Auch Postwurfsendungen, die für IPTV werben, versuchen diese Masche. Die Verbraucherschützer raten dazu, sich über DVB-T2 HD zu informieren. Der Nachfolger DVB-T2 HD sei nämlich ein vergleichbar günstiger Empfangsweg und damit eine gute Alternative zu teuren Verträgen.

"Während ein Kabelanschluss mit rund 15 bis 20 Euro pro Monat zu Buche schlägt, muss man bei DVB-T2 HD lediglich für die Privatsender rund fünf Euro pro Monat bezahlen", so Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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