Verbraucherzentrale NRW kritisiert Geschäftspraktiken von Unitymedia

24.11.2009, 12:48 Uhr, mw

Düsseldorf - Die Verbraucherzentrale NRW sieht den Umstieg auf die digitale Fernsehübertragung gefährdet. Als Ursache nennen die Verbraucherschützer das Geschäftsgebaren der Firma Unitymedia.


Nach Angaben der Verbraucherzentrale hat Unitymedia mit seinen Werbekampagnen viele Verbraucher verunsichert. Viele Haushalte fühlten sich durch die Werbung des Quasi-Monopolisten unter Entscheidungs- und Investitionsdruck gesetzt. Häufig fehle den Verbrauchern die Grundlage, um die verschiedenen Angebote und zusätzlichen Leistungsmerkmale bewerten, abwägen sowie eine vernünftige und selbst bestimmte Entscheidung treffen zu können.
 
Unitymedia hat nach Ansicht der Verbraucherzentrale mehrfach die Grenzen zum unlauteren Wettbewerb überschritten und verbraucherrechtliche Schutzvorschriften missachtet. So setzten Werbekolonnen vor allem ältere Menschen massiv unter Druck mit dem Hinweis, dass "das analoge Fernsehen demnächst abgeschaltet wird". Viele Verbraucher beschwerten sich über belästigende Telefonwerbung, eine Flut von Post- und Postwurfsendungen oder das "Unterschieben" unbestellter Leistungspakete.
 
Auch die Verträge, die Unitymedia abschließe kritisieren die Verbraucherschützer. Sie seien vielfach unverständlich und beinhalteten versteckte Kosten. Zudem sei der Kundenservice von Unitymedia sehr mangelhaft. Die Verbraucherzentrale NRW hat wiederholt erfolgreich gegen das Unternehmen geklagt, um den Schutz von Verbraucherinteressen und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.
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