Verkaufs-Absichten: Niemand will Twitter

17.10.2016, 10:32 Uhr, buhl

Ende September schien ein Verkauf von Twitter schon beschlossene Sachen, doch nun hat sich mit Salesforce auch der letzte Interessent offiziell aus dem Rennen verabschiedet. Für den Aktien-Kurs des Mikroblogging-Dienstes war die Ankündigung Gift.


Der Verkauf von Twitter scheint bereits drei Wochen nach Aufkommen der Gerüchte wieder vom Tisch. Ende September hatte der Finanzsender CNBC von einer Vielzahl von Interessenten berichtet, darunter Google, Disney und Salesforce. Doch alle drei haben dieses Interesse bereits widerrufen, als letztes die Software-Firma Salesforce, wie die "Financial Times" berichtete.


"In diesem Fall sind wir ausgestiegen, es hat einfach nicht gepasst", so der Firmen-Chef Marc Benioff gegenüber dem Finanzblatt. Damit sei der Verkaufsprozess zum Erliegen gekommen, dabei hatte der Aufsichtsrat von Twitter noch optimistisch von einer Entscheidung bis Ende Oktober gesprochen.
 
Der Mikroblogging-Dienst musste sich zuletzt mit sinkenden Nutzer-Zahlen und damit auch sinkenden Einnahmen auseinandersetzen, welche die Verkaufsüberlegungen auch für den Aufsichtsrat erst interessant gemacht hatten. Die Spekulationen hatten vor allem der Twitter-Aktie gut getan und diese bis auf 25 US-Dollar steigen lassen. Doch bereits die ersten Absagen ließen den Kurs wieder sinken, nach dem offiziellen Aus von Salesforce fiel die Aktie auf 16,88 Euro und damit sogar noch niedriger als vor den Gerüchten.

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