Vodafone: "Rechnen mit Entscheidung der EU Kommission im Juli"

01.07.2019, 06:28 Uhr, th

Die Fusion der Netzbetreiber Unitymedia und Vodafone könnte schon bald Gestalt annehmen. Noch prüft die EU-Kommission den Zusammenschluss.


Es geht um mehr als nur die Verschmelzung von Kabelnetzen. Unitymedia wird als Netzbetreiber die Gebiete in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg einbringen. Bis auf kleinere und kleinste Netzbetreiber werden von Vodafone die restlichen Kabelnetzgebiete der ehemaligen Kabel Deutschland hinzukommen. Aber Vodafone hat als Mobilfunkunternehmen bekanntlich noch viel mehr als nur TV, Internet und Festnetztelefonie zu bieten. Es entsteht ein Multimediagigant, der künftig von Kunden über ganz Deutschland verteilt genutzt werden soll. Der Vorteil für den Verbraucher: Kommt es beim Kunden zu einem Umzug innerhalb Deutschlands, muss nicht andere Technik bestellt werden. Alles kommt dann aus einer Hand. Aber wird es deswegen auch besser?


Skeptiker fragen schon heute, was aus der von Unitymedia eingesetzten Horizon-Technologie wird; ob und wie schnell man als Kunde zur von Vodafone eingesetzten Technologie wechseln muss; wann und ob es überhaupt noch zur Fusion kommt.
 
Auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN teilt ein Vodafone-Sprecher in Düsseldorf mit, dass man mit einer Entscheidung der EU-Kommission im Juli 2019 rechne. Erst danach könne man mit der Integration beginnen und die Planungen konkretisieren. "Klar ist aber schon jetzt: Für die Kunden werden sich aus der Fusion nur Vorteile ergeben. Sie werden von mehr Geschwindigkeit, mehr Flexibilität und attraktiveren Bündelpaketen profitieren. Unser Ziel: Gigabitanachlüsse für 25 Millionen Haushalte bis 2022", teilte Vodafone weiter mit.
 
Fest steht, dass sich das Verbreitungsgebiet von Vodafone in Zukunft über ganz Deutschland erstrecken und damit riesig sein wird. Auf die Frage nach dem künftigen Hauptsitz des Unternehmens reagiert der Vodafone-Sprecher bereits eindeutig: "Wir sehen keinen Grund, am modernen Hauptsitz von Vodafone Deutschland mit seinen 5.000 Mitarbeitern am Düsseldorfer Campus etwas zu verändern. Auch nicht nach einer möglichen Übernahme."

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