WDR-Rundfunkrat will 7-Tage-Regel für Mediatheken kippen

20.02.2015, 16:55 Uhr, ps

Der Rundfunkrat des WDR fordert eine Lockerung der Sieben-Tage-Regel für die Verweildauer von Sendungen in den Mediatheken. Eine starre Regelung sei demnach nicht mehr zeitgemäß.


Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hat sich gegen die geltende Sieben-Tage-Regel für Mediatheken ausgesprochen. Auf einer Sitzung am Freitag kritisierten die Mitglieder, dass öffentlich-rechtliche Sendungen demnach nur bis zu sieben Tagen nach der ursprünglichen TV-Ausstrahlung im Netz abrufbar sein dürfen. Die Vorsitzende des Gremiums Ruth Hieronymi forderte eine zeitgemäßere Regelung.


Statt strenger Regeln sollten vielmehr sachbezogene Kriterien wie der journalistisch-redaktionelle Anlass, die Verfügbarkeit nötiger Rechte oder die Wirtschaftlichkeit herangezogen werden, um die Verweildauer von Inhalten im Netz zu bestimmen. Horst Schröder, der Vorsitzende des Ausschusses für Rundfunkentwicklung im WDR-Rundfunkrat, merkte dazu an: "Die Angebote im Netz müssen in einem angemessenen Verhältnis zu den Urheber- und Produzentenvergütungen stehen."
 
Mit seiner Kritik an den geltenden Regelungen richtet sich der WDR-Rundfunkrat vor allem an die Bund-Länder-Kommission, die über die Rahmenbedingungen für die Online-Angebote der ARD befindet.

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