WDR will sich nicht für die KEF arm gerechnet haben

29.02.2016, 09:54 Uhr, kw

Laut Medienberichten soll der WDR bewilligte Gelder zurückgestellt haben und sich gegenüber den Finanzkommissaren arm gerechnet haben. Der WDR weist die Vorwürfe zurück und verteidigt sein Vorgehen als rechtmäßig.


Wie der "Spiegel" berichtet, drohen dem Westdeutschen Rundfunk deutliche Finanzeinbußen für die kommende Beitragsperiode. So soll sich die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt vor der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) arm gerechnet haben und zuvor bewilligte Gelder von 60,7 Millionen Euro zurückgestellt haben. Der WDR bestreitet jedoch, sich  vor der KEF arm gestellt zu haben.


Laut dem "Spiegel" soll der WDR 60,7 Millionen Euro, die der Sendeanstalt für Instandhaltungsprojekte bewilligt wurden, zurückgehalten haben. Das Geld sollte unter anderem für die Sanierung des Filmhauses in Köln verwendet werden. Diesen Beitrag wollen die KEF-Kommissare dem WDR nun für die Beitragsperiode von 2017 bis 2020 streichen.
 
In einem Faktencheck stellte der WDR klar, dass er das Geld nicht zurückgehalten habe, erklärte aber, die Gelder tatsächlich für andere Projekte verwendet zu haben. So wurde damit der Kauf des Hauptstadtstudios Berlin sowie der WDR-Arkaden vorfinanziert. Die Rundfunkanstalt findet ihr Vorgehen rechtmäßig und sieht darin die für die Beitragszahler günstigste Lösung, denn auch für diese Projekte waren dem WDR entsprechende Mittel bewilligt wurden. Allerdings standen ihm diese noch nicht zur Verfügung. Statt einen Kredit aufzunehmen, nutzte der WDR die für die Instandhaltung des Filmhauses vorgesehenen Mittel. Das Filmhaus soll nun mit den Geldern saniert werden, die eigentlich für die anderen Projekte gedacht waren.

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