Hintergrund • Was macht ein AV-Receiver?

Wirkungsprinzip

 erstellt am 05.01.2010 von Martin Günther
Wie oft haben Sie sich schon einmal gefragt, was eigentlich der AV-Receiver im Wohnzimmer macht? Wir geben Ihnen einen Einblick in die Grundlagen der Verstärkertechnik, damit Sie wissen, worauf es ankommt.
 
 
Audioplatine: Der modulare Aufbau, wie hier am Beispiel der Audioplatinen, hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen können bestimmte Baugruppen auf kleinem Raum zusammengefasst werden. Das hält die Signalwege und somit die potenziellen Störungen klein. Zum anderen können bei einem Defekt die Teile einfach ausgetauscht werden. Somit entfällt eine komplette Zerlegung des Verstärkers, die sich wirtschaftlich kaum lohnen würde
Bild: Yamaha

Was macht eigentlich ein Verstärker? Er verstärkt ein anliegendes Signal um einen gewissen Faktor, sodass das Ausgangssignal ein Produkt der Verstärkung ist. Mit der Lautstärke beeinflussen wir diesen Multiplikator.
 
Um einen Lautsprecher anzutreiben, muss das Eingangssignal verstärkt werden, da die von einem CD-Player abgegebene Spannung keinesfalls ausreicht. Ein idealer Verstärker sollte also das Eingangssignal eins zu eins und um einen bestimmten Faktor verstärkt am Ausgang anlegen. Doch funktioniert das in der Praxis leider nicht so ideal, wie es manchmal scheint. Denn nicht nur die Ursache beeinflusst die Wirkung, sondern auch die Wirkung die Ursache.
 

Kleiner Baustein - große Wirkung


Vom Aufbau her besteht ein normaler Stereoverstärker aus einer Vor- und Endstufe. Die Vorstufe ist im einfachsten Fall ein regelbarer Widerstand (Potentiometer), der den Pegel eines Eingangssignals – etwa eines CD-Players – anpassen kann. Das eigentliche Bauteil, das verstärkt, ist ein aktives elektronisches Bauelement: der Transistor oder die Elektronenröhre.
 
Neben diesem findet man auf den Verstärkerplatinen noch Widerstände, Kondensatoren und Dioden. Die einzelnen Klassifizierungen als Folge unterschiedlicher Bauformen untergliedern sich in die Ein- und Gegentaktverstärker. Eine Sonderform wäre noch der Schaltverstärker.
 
Dieser, oftmals als Digitalverstärker bezeichnet, kennt nur zwei Schaltzustände: an oder aus. Hierbei wird nur der Schaltzustand und auf diese Weise das pulsweitenmodulierte Analogsignal verstärkt. Der große Vorteil besteht in der sehr kompakten Bauweise bei gleichzeitig hoher Leistungsabgabe und hohem Wirkungsgrad.
Um die Qualität eines Verstärkers korrekt beschreiben zu können, sind bestimmte Kenngrößen notwendig: die linearen und nichtlinearen Verzerrungen
Bild: Auerbach Verlag
Den Takt für die Zerlegung des Eingangssignals in Halbwellen erledigen zwei Dioden
Bild: Auerbach Verlag

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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