Wulff kritisiert Programmplanung der Öffentlich-Rechtlichen

09.12.2011, 09:49 Uhr, rh

Der schleswig-holsteinische Staatskanzleichef und Mitglied der Rundfunkkommission der Länder, Arne Wulff, hat ARD und ZDF dazu aufgefordert, sich stärker auf ihre Hauptprogramme zu konzentrieren. Die digitalen Kanäle der Sendeanstalten halte er teilweise für überflüssig.


ARD und ZDF müssten nach Meinung von Wulff ihre Programmplanung besser koordinieren und dabei den Fokus verstärkt auf ihre Hauptprogramme legen, berichtete der Mediendienst "Horizont" am Donnerstag. Er sei über die parallele Berichterstattung über die Hochzeit von Prinz William "entsetzt" gewesen, hieß es. Er halte es für unklug, wenn sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gegenseitig Konkurrenz machen, vor allem im Hinblick auf das jüngere Publikum.


Des Weiteren sehe er es als falsch an, wenn sich die beiden Sender in immer mehr Spartenprogramme aufteilen. Für einen eigenen Jugendsender zeigte er ebenfalls wenig Verständnis. Vielmehr sollten im regulären Programm der Hauptsender verstärkt Formate für Jugendliche zu sehen sein, um dieses für die Zielgruppe attraktiver zu machen.
 
Die digitalen Ableger von ARD und ZDF sehe er kritisch. Es müsse geprüft werden, inwieweit Aufwand und Ertrag im Verhältnis zueinander stünden. Dabei habe Wulff vor allem die Info-Kanäle Eins Plus und Eins Festival im Auge, die seiner Meinung nach geschlossen werden sollten. Stattdessen sollten die beiden Anstalten einen gemeinsamen Sender betreiben.

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