
- Zu Lebzeiten schon Legende - Anthony Hopkins wird 75
29.12.2012, 15:06 Uhr, Barbara Munker/ps
Er spielte Götter, Staatsmänner, Buttler und selbst historische Größen wie Picasso oder Hitchcock. Seine wohl berühmteste Rolle ist jedoch die des Kannibalen Hannibal Lecter. Am Montag, pünktlich zu Silvester, wird Anthony Hopkins 75.
In dem Film "Hitchcock" nahm Hopkins zuletzt die Gestalt seines legendären Landsmannes Alfred Hitchcock an. Die Ähnlichkeit ist verblüffend: Mit Halbglatze, Doppelkinn und Extra-Pfunden, so wie Hitchcock um 1960 aussah, als sein Horror-Schocker "Psycho" den Kinogängern Gänsehaut einjagte. Im Februar können sich auch die deutschen Zuschauer davon überzeugen.
Mit Gruselstoffen kennt sich Hopkins bestens aus. Als psychopathischer Hannibal Lecter in "
Dabei sieht Sir Anthony Hopkins beileibe nicht wie ein Monster aus. Mit seinen humorvollen Augen und den tausend Lachfältchen nimmt man ihm eher den englischen Gentleman ab. Was seinen Charakteren ihre Glaubwürdigkeit verleiht, ist eine knisternde Leinwandpräsenz - gleichgültig, ob als Adolf Hitler in "Der Bunker" (1981), als Quasimodo in "Der Glöckner von Notre Dame" (1982), als der gefallene US-Präsident Richard Nixon in Oliver Stones "Nixon" (1995) oder als Picasso in "Mein Mann Picasso" (1996).
Über hundert Film- und Fernsehauftritte hat Hopkins in seiner mehr als 40-jährigen Karriere absolviert und viele Größen dieser Welt gespielt. Für ihn selbst aber gehört die Rolle des aufopfernden, allzu perfekten Butlers in dem Drama "Was vom Tage übrig blieb" (1993) zu seinen wichtigsten Filmen - und natürlich "Das Schweigen der Lämmer". Auch in den Folgefilmen "
Mit 75 Jahren gibt Hopkins weiter Gas. Gerade dreht er mit Morgan Freeman und Bruce Willis die Fortsetzung des Agentenfilms "
Mit Kultregisseur Woody Allen hat er natürlich auch schon gedreht. In der Tragikomödie "Ich sehe den Mann deiner Träume" (2010) spielt er den alternden Alfie, der in Panik vor der eigenen Sterblichkeit nach 40 Jahren Ehe seine völlig geschockte Frau gegen ein junges Callgirl eintauscht.
Für den Sohn einer Bäckerfamilie in Wales war es ein schwieriger Weg in die Topriege der Schauspieler. Hopkins, der sich mit minimaler Mimik eine so starke Leinwandpräsenz verschafft, war lange von Furcht und Unsicherheit geplagt. "Ich habe die Schule gehasst, weil mein Gehirn nicht mitwollte. Ich fühlte mich geächtet und isoliert", sagte Hopkins dem Sender TELE 5. "Meine größte Angst war, dass ich dumm bin und niemals etwas erreiche. Das ging so weiter, als ich erwachsen war." Erst in reiferem Alter habe die Angst abgenommen.
In der Schule galt er mit seiner Vorliebe fürs Malen und Klavierspielen eher als Eigenbrötler. Nach dem Militärdienst schaffte er 1961 die Aufnahme an die renommierte Royal Academie of Dramatic Arts in London - ein glänzendes Sprungbrett. Am Theater konnte er sich den Ruf eines vielseitigen Charakterdarstellers erwerben - allein als "King Lear" stand er zahllose Male auf der Bühne.
Doch er galt auch als schwierig und unberechenbar, häufig legte er sich mit seinen Regisseuren an. Als seine Ehe mit der Schauspielerin Petronella Barker zerbrach und er die gemeinsame Tochter Abigail nicht mehr sehen durfte, nahmen seine Alkoholprobleme drastisch zu. Erst nach einem Zusammenbruch 1975 gelang es ihm mit Hilfe seiner zweiten Frau, einen Schlussstrich unter seine Sucht zu ziehen und das Trinken aufzugeben. Inzwischen ist Hopkins ein drittes Mal verheiratet und seit dem Jahr 2000 auch amerikanischer Staatsbürger. Seinen britischen Pass und den ritterlichen Ehrentitel Sir durfte er aber behalten.
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Ein wirklich ganz Grosser....Hannibal Lecter...ich krieg heute noch Gänsehaut wenn ich an *Das Schweigen der Lämmer* denke...aber er ist mehr als nur Hannibal!






























