Zu hohe Preise: Smartphone-Verkäufe brechen 2018 ein

04.02.2019, 12:00 Uhr, PMa

So wenige Smartphones wie 2018 wurden seit deren Markteroberung noch nie verkauft. Absatzzahlen etablierter Hersteller wie Apple befinden sich im freien Fall, während chinesische Firmen zulegen – alles eine Frage des Preises?


Die Analysten der International Data Corporation (IDC) machen deutlich: Der Smartphone-Markt ist gesättigt. So wurden im vierten Quartal von 2018 insgesamt 375,4 Millionen Geräte verkauft. Das entspricht einem Rückgang der Verkaufszahlen um 4,9 Prozent – ein Negativ-Rekord im entsprechenden Segment.


Es ist bereits das fünfte Quartal in Folge, in dem ein Rückgang verzeichnet wird. Auf das ganze Jahr 2018 gesehen, ist der Smartphone-Absatz um insgesamt 4,1 Prozent zurückgegangen. 1,4 Milliarden Smartphones sind im vergangenen Wirschaftsjahr über die Theke gewandert. Die Lage scheint verzwickt. So sehen die IDC-Analysten auch für 2019 einen anhaltenden Abwärtstrend. 
 
Der IT-Experte Carsten Knobloch führt auf seinem Blog dafür "die kontinuierlich steigenden Preise der Geräte, die Verlängerung von Austauschzyklen, aber teilweise auch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten" als mögliche Gründe an. Auch in China, das circa 30 Prozent des globalen Smartphone-Konsums verzeichnet, wurden insgesamt weniger Geräte abgesetzt.
 
Der südkoreanische Hersteller Samsung verzeichnet währenddessen im letzten Quartal 2018 einen Rückgang von 5,5 Prozent, Apple sogar 11,5. Anders bei Huawei, OPPO und Xiaomi. Die chinesischen Hersteller können sich über ein Plus freuen. Gemeinsam mit Vivo haben die Unternehmen mittlerweile einen Anteil von 78 Prozent am chinesischen Markt.

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