Blick ins Forum: Muppets-Gehirnwäsche und Sky-Bedenken

13.12.2011, 16:30 Uhr, rh

Die geplante Fusion von Unitymedia und Kabel BW sorgt auch im Forum von DIGITALFERNSEHEN.de nach wie vor für Schlagzeilen, nicht zuletzt nachdem Sky Bedenken gegen die Übernahme geäußert hat. Und Stofftiere, die beim Publikum eine Gehirnwäsche vollführen, sind ebenso diskussionswürdig wie der Vorstoß der Telekom ins Hoheitsgebiet der Kabelnetzbetreiber.

Unitymedia, Kabel-BW und (k)ein Sky? "Der Gelackmeierte ist letztlich der Kunde"


 
Sky liegt die Fusion von Unitymedia und Kabel BW schwer im Magen. Der Pay-TV-Anbieter fürchtet, dass nach einer Zusammenlegung die Sky-Sender das Nachsehen haben werden. Das Kartellamt nimmt die Bedenken ernst. "Und damit wird es wohl nichts mit der Übernahme!", orakelt "fernsehen" und begründet seine Annahme damit, dass die Behörde "wohl gemerkt haben [wird], dass Unitymedia eine Monopolstellung im Kabel von NRW und Hessen zu behaupten versucht".
 
"Eike" liest vor allem zwischen den Zeilen: "Da scheint man doch meilenweit entfernt zu sein zwischen Unitymedia und Sky" und macht sich keine Hoffnung, dass der Kabelanbieter dem Pay-TV-Unternehmen kurzfristig Platz einräumen wird. "Der Gelackmeierte ist letztlich der Kunde", fasst er seine Bedenken zusammen. Ähnlich denkt "simba25", denn seiner Meinung nach wird Unitymedia nicht allein deshalb kurzfristig weitere Sky-HD-Sender einspeisen, weil "sie auf einmal so kundenfreundlich geworden sind, sondern weil sie keine andere Wahl hatten".
 
Der Gelackmeierte sei aber nicht nur der Kunde, betont "mankra80", sondern auch das Unternehmen selbst, denn dieses müsse damit rechnen, dass "zurückgeschlagen wird". Im Falle einer Fusion "würde der Kabelmarkt damit selber in sich implodieren". Überhaupt erwartet er dann eine "Massenflucht vom Kabel".
 
Sollte die Fusion an den Bedenken von Sky scheitern, gibt es für den "wrestlingpapst" nur einen Schuldigen: die Akteure. "Es kann ja nicht sein, dass seit Ewigkeiten verhandelt wird und man auf keinen Nenner kommt", wundert sich das Platin-Mitglied. Er ist davon überzeugt, dass Unitymedia weiterhin sein eigenes Pay-TV macht - "und das ohne Sky". "Heimkinofan" sieht ohnehin nur eine Konstellation: "Malone vs. Murdoch". Das Thema Sky bei Unitymedia ist auch für "PayTView" eine offene Wunde. Er hält die Argumente, warum Unitymedia Sky nicht in ihr Angebot aufnimmt, für "haarsträubende Ausreden". Vor allem die Kommunikationsstrategie des Unternehmens schätzt er als fragwürdig ein. Unterm Strich reicht das bei ihm nur für: "Setzen 6".
 
Für "bolero700813" zeigt der Streit vor allem, "was nicht stimmt". "Da man das Monopol der Kabelnetzbetreiber bei weitem nicht flächendeckend unterbinden könne, müsse man ihnen massive Einschränkungen auferlegen. Das heißt für mich, dass ein Kabelnetzbetreiber wieder zu einem reinen Infrastrukturanbieter werden muss", argumentiert er. TV-Anbieter könnten sich dann einzelne Kabelkanäle anmieten. Die Vermarktung der Sender würde so allein in die Hände der Programmanbieter gelegt, der Kabelanbieter sei hingegen für das Verschlüsselungssystem und die Ausgabe der Karten zuständig, zeichnet er sein Wunschszenario. "Was auf diese Karte gebucht wird, geht den Kabelnetzbetreiber aber nichts an", erklärt er.
 
Was halten Sie von dem Vorschlag und wie stehen Sie zu den Bedenken von Sky? Diskutieren Sie doch im aktuellen Thread mit.

Fox News und die "Propaganda" der Muppets


 
Dass die Muppets-Puppenbande, allen voran die greisen Showkritiker Waldorf und Statler, ein loses Mundwerk besitzt, wissen die Fans natürlich. Dass Kermit und Co. im neuen Kinostreifen allerdings kommunistische Propaganda und Gehirnwäsche betreiben, ist neu aber für Fox-News-Moderator Eric Bolling sonnenklar. "Digger68" wird gleich "Angst und Bange", immerhin habe der Nachrichtensender Einfluss auf einen "nicht geringen Teil der Amerikaner". "Sky-Kunde2" ist ebenfalls besorgt, allerdings um die "geistige Gesundheit" der Moderatoren und Produzenten des Senders. "Oder ist das vielleicht kein Sender im eigentlichen Sinn, sondern eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Patienten mit psychischen Problemen?", fragt er verwundert. "Modus333" überlegt derweil noch, ob er die Bedenken des amerikanischen Journalisten als Neurose oder doch eher als absurdes Theater einordnen soll.
 
Passend zum Thema hat sich "stevi2312" an die Ergebnisse einer Studie der Fairleigh Dickinson University erinnert. Diese hatte herausgefunden, dass Zuschauer von Fox News weniger informiert sind als Menschen, die überhaupt keine Nachrichten schauen. Im Gedächtnis kramt auch "heianmo" und denkt an ein berühmt-berüchtigtes Programm im DDR-Fernsehen: "Mit etwas anderem als seinem 'Schwarzen Kanal' im DDR-Fernsehen ist der Sender offenbar nicht zu vergleichen" und spielt damit auf die politische Propagandasendung mit Karl-Eduard von Schnitzler an. "Hans-hase" hat dazu einen kleinen, aber "entscheidenden" Unterschied festgestellt: "Den Karl-Eduard haben die meisten Zuschauer nicht wirklich ernst genommen".
 
"Hopper" wittert dennoch keine Gefahr, schließlich seien die Nachrichten des Senders aufgrund seiner Einschaltquoten "völlig belanglos". Er hat sich die Quotenwerte für den 5. Dezember angesehen und festgestellt: "In der arbeitenden Bevölkerung schauen also 274 000 Amerikaner von 400 Millionen Fox News Channel". "Ausrutscher hatte jeder News-Sender mal, darauf gleich auf die Qualität des Senders zu schließen, ist etwas voreilig", springt "Nelli22.08" in die Bresche.
 
Keine Gnade für Fox News fordert "docfred" und kürt den Kanal zum "Dummheitsverbreiter" und "Propagandasender". Für "brixmaster" gibt es nur ein Urteil über den Nachrichtensender: "Selbst ein Kuhhaufen ist klüger als mancher Fox-Spinner". Das tröstet "BartS" eher wenig. "Fox News gibt es, weil es in den USA so eine starke Rechte gibt. Oder gibt es so eine starke Rechte, weil es Fox News gibt?" philosophiert er und sieht sich einer apokalyptischen Gefahr gegenüber. "Wenn sich der "Durchschnitts-Ami" und der "Durchschnitts-Politiker" in den USA "nicht in den nächsten Jahrzehnten deutlich nach links entwickelt, wird das zumindest für die USA, möglicherweise sogar für die ganze Welt, noch ein schlimmes Ende nehmen", befürchtet er.
 
Wer propagiert was? Die Muppets den Kommunismus oder Fox News die Meinung der Konservativen? Im Forum können Sie darüber debattieren.

Telekom-Vorstoß in den Kabelmarkt: "Falsches Spiel mit Roger Rabbit!"


 
Die Deutsche Telekom hat mit einem Immobilienunternehmen einen Gestattungsvertrag abgeschlossen, mit welchem der Anbieter in den Kernbereich der Kabelanbieter vordringt. Das vergoldete Forummitglied "Mankra80" hört schon die "schallende Ohrfeige" an Unitymedia. "Die Fehler der letzten Jahre rächen sich offenbar zum Ende diesen Jahres gewaltig", zeigt er sich schadenfroh. Weit weniger enthusiastisch nimmt "Holladriho" die Nachricht auf: "Ach Gottchen, 171 000 Wohnungen an mehr als 600 Standorten, Wahnsinn".
 
"Zumindest ist ein Anfang/Einstieg da und endlich eine Konkurrenz zu den monopolisierten Staaten in diesem Land", äußert sich "PayTView" und fordert: "Dieses elende Spiel der Kabelnetzbetreiber muss endlich zum Wohle aller Kabelkunden gebrochen werden". "An der 'Monopol'-Situation wird sich gar nichts ändern, denn Mieter werden sich weiterhin ihren Kabelnetzbetreiber nicht aussuchen können", bremst "mischobo" seinen Vorredner aus. Außerdem würde ein Monopol gar nicht existieren, da die Wohnungswirtschaft ihre Auswahl aus mehreren Kabelbetreibern treffen darf, "die alle scharf auf lukrative langfristige exklusive Gestattungsverträge sind".
 
"Falsches Spiel mit Roger Rabbit!", urteilt hingegen "LSD". Er vermutet, dass die Verträge auch eine Laufzeit "in der Größenordnung 10 Jahre" haben und die Kunden "mit jährlicher, beliebiger Teuerung" verärgern werden. "Aber Hauptsache vor dem Bundeskartellamt über Unitymedia und ähnliche Geschäftsgebaren meckern".
 
Ein Schritt in die richtige Richtung oder bleibt alles beim Alten? Was Sie darüber denken, können Sie in der aktuellen Diskussion mitteilen.

Yavido beendet Sat-Ausstrahlung: "Und wieder verlässt ein Musiksender Astra"


 
Der Musiksender Yavido wird ab 1. Januar seine Verbreitung via Satellit einstellen und künftig vollständig auf die Ausstrahlung via Internet setzen. "Kirk" bedauert die Entscheidung des Senders und wird zukünftig wohl nicht mehr einschalten, denn via Internet will er das Programm nicht verfolgen. Deutlicher macht "RPSmusic" seinem Ärger Luft: "Und wieder verlässt ein Musiksender Astra 19,2", wirft er zornesrot ein. Er sieht schon den zukünftigen Wikipedia-Eintrag: "Sendebeginn 01. Oktober 2005 - Einstellung des Sendebetriebes 30. Juni 2012". Weniger kritisch sieht es "LordMystery", schließlich habe das "Hippelgehoppel" endlich ein Ende. "Kein großer Verlust", urteilt "colipena" trocken.
 
"Holladriho" befürchtet, dass Yavido zunächst die Zuschauer abhanden kommen werden. Das Ziel des Musikkanals, "sich vollends mittels Smart TV zu verbreiten", hält er für den deutschen Markt für verfrüht. Dem widerspricht "hans-hase": "Eher ist Yavido da vielleicht schon zu spät", denn die Konkurrenz war früher da. Er kann schlecht einschätzen, "wieviel Durchhaltevermögen Yavido im Haifischbecken hat".
 
Sind Sie von der Sat-Abschaltung von Yavido enttäuscht? Werden Sie dem Sender dennoch die Treue halten? Teilen Sie ihre Meinung doch mit anderen Forummitgliedern.
 
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