DF vor 100 Ausgaben: Bundesliga backstage - eigenes TV-Programm

02.02.2012, 16:15 Uhr, Ricardo Petzold

Einmal im Monat nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise und nehmen uns tief im Archivkeller des Verlages noch einmal die Themen der DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben zur Brust. In der Ausgabe 10/2003 haben wir für Sie die spannendsten Themen entstaubt und mit der aktuellen Entwicklung in der Branche verglichen.

32 Extra-Seiten mit Programmnews

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DIGITAL FERNSEHEN 9/2003

Bild: Auerbach Verlag


Im Jahre 2003 wurde das digitale Programmangebot von den klassischen TV-Zeitschriften noch weitgehend ignoriert. Vorschauen für Sender wie Eins Extra, ZDF Infokanal und Co. konnten nur über den elektronischen Programmführer am Receiver abgerufen werden. DIGITAL FERNSEHEN war dies bewusst. Die Redaktion hatte ab der Ausgabe 10/2003 für seine Leser ein besonderes Extra an Bord.
 
Das Begleitheft TV DIGITALFERNSEHEN druckte monatlich das TV-Programm aller ausschließlich digital empfangbaren Sender ab. Innovationen gab es auch beim Heftformat. Als eine der ersten Programmzeitschriften wurde das Supplement im handlichen Pocket-Format angeboten, das sich heute im Zeitschriftenmarkt als eigenes Genre etabliert hat.

Bundesliga pur


 
Die Live-Berichterstattung von der Fußball-Bundesliga zählt seit dem Start des Pay-TV in Deutschland zu den Höhepunkten der Anbieter. Premiere und dessen Nachfolger Sky bringen seit rund 20 Jahren die Spiele der beliebten Fußballliga auf die Mattscheibe. In einer Reportage begleitete der DIGITAL FERNSEHEN-Redakteur und heutige DIGITAL INSIDER-Chefredakteur Marc Hankmann die Produktion. Dabei wurde nicht nur hinter die Kulissen in den Fußballstadien geschaut, sondern auch die Übermittlung der Bilder ins Sendezentrum thematisiert. Trotz technischer Weiterentwicklung ist heute noch vieles mit den damaligen Produktionsabläufen vergleichbar.

Sat-Aufrüstung für Loewe-Fernseher


 
TV-Geräte mit integriertem DVB-S-Tuner suchte man im Jahre 2003 noch vergebens, daher war es schon ein Highlight, dass Loewe für seine Mimo-Geräteserie einen Aufrüstsatz auf den Markt brachte, der den Fernseher sogar noch Premiere-tauglich machte. Das Modul konnte einfach an der Rückseite des TV-Gerätes eingesteckt werden und wurde vom Röhrenfernseher problemlos erkannt. Loewe zeigte Innovation. Das wurde von der Redaktion mit einem guten Testergebnis in der Ausgabe 10/2003 honoriert.

HDTV in den Kinderschuhen

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Bild: Auerbach Verlag


 
Obwohl bereits seit den den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts HDTV immer mal wieder ein Thema war, setzte sich in Europa bis 2003 der hochauflösende Standard nicht durch. Damals war in Europa kein einziges hochauflösendes Programm zu empfangen. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Ankündigung des belgischen Anbieters Alfacam im Januar des Folgejahres, einen eigenständigen paneuropäischen HDTV-Sender auf Sendung zu schicken, für Furore sorgte.
 
DIGITAL FERNSEHEN klärte die Leser noch einmal zum Thema HDTV auf und zeigte, was die Belgier den Zuschauern ab 2004 zeigen wollten. Heute wissen wir, dass Euro1080 - so der Name des ersten HDTV-Programms - lange Zeit als Pionier die Fahne für den hochauflösenden Fernsehempfang hochhielt. Leider ist es dem Sender nie gelungen, sich im HD-Massenmarkt durchzusetzen.
 
In der Rubrik "DIGITAL FERNSEHEN vor 100 Ausgaben" werfen wir an jedem ersten Donnerstag im Monat einen Blick in die früheren Tage der führenden Fachzeitschrift zum Thema Digital-TV. Ab sofort finden Leser die aktuelle Ausgabe 110 (3/2012) druckfrisch am Kiosk. Das Heft ist natürlich auch in unserem Online-Shop sowie im Abonnement erhältlich.  

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