Spezial • Dr. Test und das Fest der Familie 2

Der ideale Kinderreceiver

 erstellt am 04.10.2012

Meine lieben Freunde!

Der Advent hat noch gar nicht begonnen, doch überall riecht es schon nach dem Fest der Feste. Freunde und Bekannte stehen an Glühweinständen und möchten ihn einladen, doch Dr. Test muss trotz des wohlriechenden Duftes dankend ablehnen. Supermärkte stellen ihre Regale schon seit dem August mit Mandelspekulatius, Dominowürfeln, Zimtsternen und anderen weihnachtlichen Leckereien voll, doch Dr. Test darf sich den Bauch nicht mit dem süßen Zeug vollschlagen, um klaren Kopf zu behalten.
 
Für Dr. Test gibt es nur eine Frage: Mit welchen elektronischen Geräten kann man den erwachsenen Teil der Menschheit beglücken, damit dieser an seinen Weihnachtsgeschenken lange Zeit Freude hat? Umso schwieriger wird die Aufgabe, da es sich um Receiver handelt, mit denen die Kids ja sowieso viel weniger Probleme haben als ihre minderbemittelten Eltern.
 
Es gilt, unter allen Umständen das "GAW", das "größte anzunehmende Weihnachtsfiasko" zu vermeiden und so macht sich Dr. Test daran, den idealen Kinderreceiver zu erschaffen. Ahnungslose Receiver werden in ein unauffälliges Gebäude irgendwo in Deutschland entführt. Noch wissen sie nicht, dass sie aus den Regalen von Media Markt & Co befreit wurden, um einem noch viel traurigeren Schicksal entgegen zu wimmern. Ein bisschen mulmig ist Dr. Test schon zumute, als er die achtjährige Andrea und den zehnjährigen Georg Zahlung eines Schweigegeldes aus den Klauen eines Kaufhausdetektivs befreit. Schließlich sind "Mausi" und "Schorschi" bei Laborforschern dafür bekannt, ihre Zerstörungswut allzu gern an unschuldigen Receivern auszulassen.
 
Die Racker machen sich im Geheimlabor auch direkt an die Arbeit. Gnadenlos lassen sie ihr erstes Opfer, einen Billigreceiver aus Fernost, aus 30 Metern Höhe in die Tiefe fallen und lachen nur, als dieser mit lautem Scheppern in seine Einzelteile auseinander birst. Vor allem silberne Boxen haben es "Mausi" und "Schorschi" angetan. Da hilft kein "PIN Code Error" auf dem Display, die Oberfläche des Receivers wird so lange mit Messer und Hammer traktiert, bis die Außenhaut nur noch aus verbeultem Alu-Blech besteht! Noch schlimmer ergeht es einer richtig teuren Set-Top-Box mit Common-Interface-Slot. Das Gerät brennt einfach durch, als es Dr. Tests zerstörungswütige Kindertester über die Slots mit heißem Kaffee, Kuchenkrümeln, Rosinen und Kaugummi versorgen. Noch viele andere Boxen hauchen ihr Leben aus, bevor Dr. Test endlich den idealen Kinderreceiver geschaffen hat.
 
Der "Panzer E-Schocker 2006" schützt sich durch eine Schicht aus Sicherheitsglas. Für den Fall, das besonders ausgebuffte Horror-Kids auch diese zum Platzen bringen, wartet auf sie eine kratzfeste Schicht aus Panzertürenstahl, die zudem mit einer Spannung von 1 000 Volt versorgt wird. Auch an die elektronische Sicherheit wurde gedacht. Die stoßfeste Fernbedienung wird in einem Panzerschrank aufbewahrt, der erst nach Eingabe einer 27-stelligen Codenummer aufgemacht werden kann. Und selbst, falls die lieben Kleinen die Fernbedienung in die Finger kriegen, ist vorgesorgt: Beim Drücken auf eine Taste werden drei Fragen gestellt, bei denen Deutschlands Schüler beim letzten PISATest mit Pauken und Trompeten durchgefallen sind.
 
Das Fest der Familie kann also ruhig kommen.
 
Bis bald!

Dr. Test

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf sorgfältiger Recherche und geben den Sachstand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung wieder. Spätere Entwicklungen oder Updates sind aus diesem Grund unter Umständen nicht berücksichtigt. Für Hinweise auf möglicherweise überholte Informationen sind wir dankbar.
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