[fr] Köln - Zwei Drittel der Internetableger von deutschen Tageszeitungen würden Nachrichtenfilme und Magazinbeiträge von ARD und ZDF übernehmen. Dies ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
Für "sehr interessant" halten diese Zusammenarbeit 39 Prozent der Befragten, "unter Umständen" können sich noch 27 Prozent vorstellen, sich aus dem Fundus der Öffentlich-Rechtlichen zu bedienen.
Dieser Kompromissvorschlag kam im Rahmen der erbittert geführten Diskussion über die öffentlich-rechtlichen Pläne zum Ausbau ihrer Online-Portale auf. Insgesamt wurden dazu 46 Onlineredaktionen deutscher Tageszeitungen befragt. Bewegte Bilder sind demnach schon heute fester Bestandteil der meisten Onlineangebote: Filme mit überregionalen Nachrichten finden sich auf gut jeder zweiten Site, Videos aus dem Verbreitungsgebiet bieten sogar fast sechs von zehn Seiten. Moderiertes Web-TV hingegen ist selten - nur 13 Prozent der Zeitungshäuser leisten sich die eigene Tagesschau.
Fast die Hälfte aller Internetableger deutscher Tageszeitungen betreibt mittlerweile eine eigene Onlinecommunity. Viel Personal beschäftigen die Verlage im Web noch nicht: Im Durchschnitt kümmern sich vier Redakteure und sechs freie Mitarbeiter um die Internetseiten.
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