[sa] Leipzig - Grid-TV plant, seine 30 größten Online-Sender aufgrund der Lizenzierungspflicht ab 500 gleichzeitig erreichter Zuschauer, künftig nicht mehr in Bayern zu produzieren.
Stattdessen möchte Grid-TV-Geschäftsführer Ingo Wolf künftig von der Schweiz aus operieren. Darüber berichtet "Spiegel Online". Dieser Schritt war für ihn notwendig geworden, nachdem die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bekannt gegeben hatte, dass künftig auch Anbieter von Livestreams eine klassische Rundfunklizenz benötigen.
In Bayern soll diese Regelung bereits ab August eintreten, andere Bundesländer sollen sich diesem Beispiel anschließen. Dies hätte zur Folge, dass künftig selbst Livestreams von Vereinssitzungen als Rundfunk gelten. Der aktuelle Rundfunkstaatsvertrag, momentan noch heiß umkämpft, sieht vor, dass für Livestreaming-Angebote, die mehr als 500 Nutzer gleichzeitig erreichen können, eine Rundfunklizenz beantragt werden muss.
Die Grünwalder Firma Grid-TV betreibt momentan 270 IPTV-Sender, von denen die 30 größten schnell auf 500 Zuschauer kommen. Sender wie "Zahnheilkunde-TV" oder "TeachersNews-TV" werden daher wohl künftig von der Schweiz aus senden müssen. Die restlichen Kanäle plant Wolf zu deckeln, so dass diese nicht mehr als 499 Zuschauer erreichen. Wolf kritisiert gegenüber "Spiegel Online" v.a. das Fehlen jeglicher Medienrealität des neuen Regelwerks, da Internet territorial nicht begrenzbar sei: "Von Außen senden Anbieter via Internet in deutscher Sprache zu uns und hier wird jetzt der Markt über Medienanstalten für uns begrenzt".
Abschließend unterstreicht Wolf in dem Bericht noch, dass es neben dem Presserecht keiner weiterer Regeln bedarf, um jedem, der gegen Gesetze verstößt, das Handwerk zu legen.
AW: Grid-TV wandert in die Schweiz aus in D wird alles so lange geregelt, bis keiner mehr Lust hat was zu machen, weil es sich entweder a. nicht mehr lohnt oder b. das Risiko zu gross wird oder c. der Aufwand dadurch höher ist als der Ertrag.
AW: Grid-TV wandert in die Schweiz aus Dahinter steckt doch System. Alles wird kontrolliert und beschränkt, gespeichert und überwacht. Klar, dass Livestreams, die mehr als 500 Menschen erreichen, für den Staat gefährlich werden können. Also verbietet man es, oder man kassiert (wofür denn überhaupt???) und macht es richtig schweineteuer. Dumm nur, dass die Anbieter einfach vom Ausland aus weitermachen. Sch*eiß Internet ;-)
Ich denke, so sehr lange bleibt das Volk nicht mehr still, und die Regierung bangt um ihre Macht. Das gehört alles zum Vorspiel. Es wird noch knüppeldicke kommen.
AW: Grid-TV wandert in die Schweiz aus Teilweise muss man ja schon aus China operieren, weil dort weniger (!) reguliert wird...die Schweiz ist ja sehr nah, so dass man schnell seinen Betrieb dorthin verlagern kann. Die guten Mitarbeiter gehen mit, der Rest findet sich.
AW: Grid-TV wandert in die Schweiz aus Viele Regulierung klappt ja gar nicht und kommt auch erst Jahre später weil Politiker 5-10 Jahre brauchen. Jamba, Handy-Roaming-Preise, TV-Gewinnspiele,... sind erst jetzt! "dran", nachdem die schon ein halbes Jahrzehnt genervt haben. Wann sind wohl Mogel-HD, Glühbirnen, Lebensmittel-Nährwertbwertung, Steckernetzteile ohne PowerSchalter, StandbyGeräte ohne PowerSchalter,... dran ?
Regulierung ist ja auch nur ein Problem.
Abmahnismus verhindert Geschäftsideen. Manches ist auch Unfug oder kann ruhig abgemahnt werden, aber für vieles müsste man sich jahrelang gegen Klagen wehren können, wozu man Geld bräuchte.
Patente auf primitivste Geschäftsmodelle oder Trivialitäten sind noch ein Problem.
Unklare Rechte ein weiteres Problem im Medienbetrieb. Manche Dienste haben Anfang dieses Jahres aufgehört, weil VG-Irgendwas für Free-TV-Sende-Termine abkassieren wollte.
Diese Woche hat die EU großspurig irgendwas mit Innovationsförderung und Millionen und Patentverkrassung besprochen. Wenn man Leuten droht, sind Ideen tot. Klar das Asien u.ä. da schneller sind.
Ist auch klar das ich meine Ideen dann verschenken würde oder nicht implementieren darf (Beispiel für hier: TV-schedule-Scraper für EPG-freie(normales EPG, nicht proprietärBox/skybox-EPG) FTA-Sender z.b. auf 13 Ost und 28 Ost). Die will nur keiner implementieren. Da könnte müsste die FSF/Google o.ä. irgendwas Community-Mäßiges etablieren. Sowas wie Sourceforge auf abstrakterem Level weil man für die Implementierung ja auch abgemahnt würde. Also nur die Ideen/Bugfixes/DesignIdeen... liefern, aber die Arbeit in einem anständigeren Land erledigen lassen.
Aktuelle Testberichte aus DIGITAL FERNSEHEN jetzt online:
.
Rover Master STC
...
Die Messgerätebranche wächst stetig. Vor allem im Bereich der Messung von Satellitensignalen buhlten die Hersteller in den letzten Monaten um die Gunst der Interessenten. Rover setzt nun mit seinem Multiband-Messempfänger neue Maßstäbe.
Stattliche 4 499 Euro verlangt Sony für das neue 46-Zoll-LCD-Modell. Den hohen Preis rechtfertigen soll die Vollausstattung mit Netzwerk- und USB-Schnittstelle sowie eine runderneuerte Hintergrundbeleuchtung. Zusätzlich befindet sich ein DVB-C-Tuner im Gerät.
In das neue Kunstobjekt "Aurea" von Philips ist eine 100-Hertz-Technologie serienmäßig integriert. Sie soll zusammen mit einer umfangreichen Bildbearbeitung für eine ungeahnte Schärfedarstellung sorgen.