Springer lässt nicht locker: Weitere Klage um Pro Sieben Sat 1
[vo] Berlin - Im Übernahmekampf um die Pro Sieben Sat 1 Media AG will der Medienkonzern Axel Springer nun vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.
Springer will dabei feststellen lassen, ob das Fusionsverbot, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München kürzlich festgestellt hatte, rechtens war. Das berichtet der Branchendienst "Meedia".
Der Münchner Verwaltungsgerichtshof hatte eine Berufung von Springer gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts München vom November 2007 abgewiesen (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
Gleichzeitig ließen die Richter aber eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu. Eine Sprecherin von Springer sagte damals, über den Gang in die Revision sei noch nicht entschieden. Dieser Schritt war aber bereits damals als "zumindest wahrscheinlich" angesehen worden.
Springer hatte am 5. August 2005 den milliardenschweren Kauf des TV-Konzerns von einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban angekündigt. Das Bundeskartellamt sowie die von den Landesmedienanstalten eingesetzte Kommission zur Medienfusionskontrolle (KEK) hatte die Übernahme allerdings untersagt.
Die Medienwächter hatten dies damit begründet, Springer würde durch die Übernahme eine vorherrschende Meinungsmacht erlangen und die Meinungsvielfalt einschränken.
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