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11.09.09

FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"

[jb] Berlin - "Gebührengelder gehören nicht auf den Pokertisch" sagt FDP-Medienexperte Hans-Joachim Otto über riskante Geschäfte von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei der Hypo Real Estate.

FDP-Medienexperte Hans-Joachim Otto
Bild: Fotostream der FDP-Bundesfraktion
"Insbesondere die Alterssicherungen der öffentlich-rechtlichen Anstalten haben in zumindest nicht vollständig besicherten 'Schuldscheindarlehen' nichts, aber auch gar nichts, zu suchen", so Otto.

Er fordere von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine unverzügliche und restlose Aufklärung. Auch die Frage nach der Rolle der zuständigen Aufsichtsgremien müsse gestellt werden.

Schließlich könnten auch weitere Rundfunkanstalten und andere Banken betroffen sein, die nicht vom Staat übernommen wurden, sagte Otto. Dieser Fall könnte nur die Spitze des Eisberges sein. Es müsse ausgeschlossen werden, dass die Millionen der Gebührenzahler zum Zocken verwendet werden.
 

"Wenn die Sender in der Lage sind, so hohe Beträge in windige Anlagegeschäfte zu stecken, kann dies bei der Ermittlung der künftigen Gebührenhöhe nicht unberücksichtigt bleiben", betonte FDP-Medienexperte Otto.
 
 
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Kommentare
 
#1 von arte-neu >> 11.9. 2009 >> 18:47
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Warum die Aufregung, schließlich gibt es die KEK und dann noch die Landesrechnungshöfe. Die passen da schon auf. Und schließlich fließen die Gebühren nur ins Programm wegen der Grundversorgung und so ...

Und die Qaulität ist super. Gut recherchierter Journalismus, qualitativ hochwertig mit Will, Maischberger und Plasberg. Kein Populismus, nichts reißerisches und nur an die Zuschauer denken. Dann vielelicht noch ein wenig Frontal und Monitor gemixt mit Plusminus, dann steigen die Emotionen schön stark an, dann schafft man es am nächsten Morgen auch noch die Bild zu verkraften.

Vorgefertigte Kost mit intellektueller Beilage. Das schmeckt!
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#2 von Mustermaus >> 11.9. 2009 >> 19:57
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Das ist ja wohl ein Witz - Qualitätsjournalismus. Das war einmal. Selbst die Tagesschau wird heutzutage immer flacher, enthält immer mehr Boulevardthemen und oberflächliche Information. Wer Details haben will, wird dann aufs Internet verwiesen - als sei das bei vielen Nutzern selbstverständlich vorauszusetzen.
Verschwendung von Gebührengeldern ist an der Tagesordnung, Nachrichtensendungen werden reduziert, innovative Radiosendungen abgesetzt zugunsten eines Einheitsbreiradios, das dem Privaten gleicht. Und die KEF kontrolliert nur sehr beschränkt, die Landesrechnungshöfe rügen - die Rundfunkanstalten agieren wie Herrschaften und finanzieren Kurt Beck großzügig Geburtstagsfeiern. Also mir schmeckt das schon gar nicht mehr. Schon gar nicht, wenn ich einschalte, und dauernd denke, Mist, immer dieser private Unsinn, Du solltest umschalten, und dann feststelle, daß oben links ne dicke 1 steht.
Intellektuelle Beilagen sind heute verdammt selten und oft nur noch zu nachtschlafener Zeit zu sehen, wenn ein anständiger Arbeitnehmer schon lang im Bett ist.
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#3 von Thunderball >> 11.9. 2009 >> 20:10
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Das Thema wird solangsam langweilig...

1. ist es überall üblich für einen Vorsitzenden eine OFFIZIELLE Feier zu geben.
2. ist die Aussage "großzügig" überhaupt nicht zu verwenden. Oder sind endlich Summen bekannt? Na dann los, wieviel hat das ZDF bezahlt? Wieviel die SPD?
Wann guckst du denn Fernsehen?

Aber umschalten ist schon eine Möglichkeit, gibt es ja zum Glück mehr als dem Ersten und dem Zweiten, auch aus dem Hause "ÖRR".
Also ich weiß ja nicht. 22 Uhr sind sicherlich für jeden "anständigen" Arbeitnehmer noch hinzukriegen. Oder auch die Beiträge auf 3sat, Phoenix, arte, und den digital Kanälen.

Selten klassifiziere ich persönlich ganz anders. Selten sind Politiksendungen auf RTL. Aber beim ÖRR gute Dokus und Filme mit Niveau und zum nachdenken?

Da frage ich mich doch manchmal ob ihr entweder auf der Fernbedienung nur eine eins oder zwei habt. Oder andere empfangt als ich.
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#4 von BarbarenDave >> 11.9. 2009 >> 21:09
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Warum fällt das dem Herren ausgerechnet 2 Wochen vor der Wahl ein?
Hatte der nette Man die letzten Jahre keine Augen im Kopf?!
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#5 von Klaus K. >> 12.9. 2009 >> 13:10
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Wohl eher letzteres, die "Zahlensender" mit Programminseln zwischen den Werbeblöcken verändern mit der Zeit halt die Ansprüche ihrer Zuschauer und lassen sie gar nicht auf die Idee kommen, "exotische" deutsche Programme, bei denen man evtl. mitdenken muss, einzuschalten...

Klaus
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#6 von Mustermaus >> 13.9. 2009 >> 9:49
AW: FDP-Medienexperte: "Rundfunkgebühren nicht zum Pokern da"
Zum Falle der vom ZDF geförderten Feier für Herrn Beck: nach meinem Wissenstand ist keine offizielle Zahl genannt worden. Es wurde auch nichts berechnet, da das ZDF u.a. mit Equipment und Personal unentgeltlich ausgelaufen hat. Allerdingt tauchen Vergleichzahlen für ähnliche Fälle auf, da ist dann z.B. die Rede von 27.000 EUR.
Was die Ansicht betrifft, daß es üblich sei, für die Vorsitzenden Feiern auszurichten: Mag sein, aber ist es deswegen richtiger? Es handelt sich um Gebührengelder, mit denen verantwortlich umgegangen werden sollte - z.B. besseres Programm gemacht werden sollte. Momentan sehe ich nur Bestrebungen immer mehr Programm zu machen, besser wird es damit aber nicht.

Und da sind wir wieder bei der Qualität. Vielleicht habe ich da aus den Anfang 80igern noch eine andere Qualitätserfahrung bei den Öffentlichrechtlichen. Diese Qualität sehe ich heute eben immer seltener - die Tagesschau erreicht gerade noch ein Niveau, das dem der Sat1-Nachrichten entspricht, die Sachinformationen werden immer weniger und oberflächlicher. Stattdessen permanente Hinweise aufs Internetangebot. Von einer Grundversorgung über das Fernsehen erwarte ich etwas anderes. Und noch nutzen bei weitem nicht alle Menschen das Internet.

Richtig wird von andren hier auch geschrieben, man könne ja umschalten oder abschalten: genau das mache ich persönlich immer öfter. Oder ich nutze verstärkt die Printmedien bzw. deren Online-Ableger (Spiegel und FAZ haben da immerhin ein ganz akzeptables Angebot.)
Andrerseits kann es ja nicht sein, daß man als Gebührenzahler nicht auch etwas fordern darf - z.B. ein Programm, daß sich nicht immer weiter den Privaten annähert, daß mehr informiert, mehr und besseres Bildungsprogramm bringt etc.

Was die Ansichten betrifft, was ein Arbeitnehmer so kann oder nicht, darüber kann man gewiss streiten. Für jemanden, der morgens um 5:30 oder um 6 Uhr raus muss ist eine Sendezeit um 22 Uhr schon reichlich spät. Ich selbst habe nach einem 11-12 Stunden-Arbeitstag meist schon um 21.30 Uhr hinreichende Bettschwere. Vielen Arbeitnehmern dürfte es ähnlich oder noch schlechter gehen.
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