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08.02.10

EU erlaubt Breitbandförderung in Sachsen

[mw] Brüssel - Die Europäische Kommission erlaubt bestimmte Beihilfen für die Breitbanderschließung in Sachsen. Damit sollen auch abgelegen Gebiete ans Netz angeschlossen werden.

Die EU hat Beihilfen für die Breitbanderschließung in Sachsen erlaubt. Die Regelung sieht staatliche Zuschüsse von maximal 500 000 Euro je Projekt vor, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Dabei soll die vorhandene Infrastruktur so weit wie möglich genutzt werden. So könnten nun auch konkrete Lösungen für bisher vernachlässigte Gebiete gefunden werden, hieß es.

In Sachsen könnten Kommunen zudem jetzt Breitbandanbietern Leerrohre zur Verfügung zu stellen. Dadurch könnten diese erhebliche Kosten sparen. Die Kommunen müssten die Leerrohre aber so dimensionieren, dass sie von möglichst vielen Anbietern genutzt werden könnten.

Ländliche Gebiete für Breitbanddienste zu erschließen, ist für private Netzbetreiber wegen der geringen Bevölkerungsdichte meist unwirtschaftlich. Mit gezielten Beihilfen könne die digitale Kluft weiter geschlossen werden, ohne dass dies auf Kosten von Privatinvestitionen gehe, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Zahl der Gebiete in Sachsen ohne Breitbandversorgung durch die staatliche Förderung stark zurückgehen wird und keine nennenswerten Wettbewerbsverzerrungen zu erwarten seien.
 
 
 
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Kommentare
 
#1 von geri67 >> 9.2. 2010 >> 8:53
AW: EU erlaubt Breitbandförderung in Sachsen
Meiner Meinung nach müßte Breitband in jedem Haushalt so selbstverständlich sein wie wie Fernsehen.
auf diesen Kommentar >> antworten
 
#2 von AAS >> 9.2. 2010 >> 12:50
AW: EU erlaubt Breitbandförderung in Sachsen
..und wenn irgendwann alle Sachsen mit Vollgas durch Netz rasen, wird es am Rande einer 80000-Seelen-Gemeinde in NRW DSL Light geben.
Denn "Dieses Gebiet gilt als erschlossen" - "Förderung nicht vorgesehen".
auf diesen Kommentar >> antworten
 
#3 von H.-E. Tietz >> 19.2. 2010 >> 8:23
AW: EU erlaubt Breitbandförderung in Sachsen
Der DSL-Ausbau auf dem Lande ist nicht unproblematisch, wie dieser Artikel aus der LVZ (Muldental) vom 19.2.10 zeigt:


Ziel: Gemeinde 2010 mit DSL versorgen

Bennewitz orientiert sich auch auf andere Anbieter

Bennewitz (il). Bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr resümierte Bürgermeister Matthias Spalteholz am Mittwochabend im Gemeinderat, dass er in Bennewitz unzufrieden sei mit der DSL-Versorgung in Teilen des Territoriums. Hunderte Nutzer warteten noch auf einen zeitgemäßen schnellen Zugang ins Internet.
Die Verwaltung habe bisher auf eine junge Firma gesetzt, mit der in Zschadraß und Grimma gute Erfahrungen gemacht worden seien. Das Unternehmen wolle eine Funkstrecke mit Antennen in Sichtkontakt aufbauen, habe sich aber möglicherweise mit den lokalen Gegebenheiten in Bennewitz und den Ortsteilen verschätzt, vermutet Spalteholz. Bis jetzt läge jedenfalls noch kein Resultat vor.
Bei der Anlaufberatung für das Gewerbegebiet Deuben werde er im März mit der Telekom auch über ihre Möglichkeiten sprechen, Lücken im DSL-Versorgungsraster zu schließen. Die Konkurrenz von Anbietern scheine dazu zu führen, dass sich die Telekom stärker bemühe, nach zeitlich akzeptablen Versorgungsmöglichkeiten zu suchen.
Sollte sich, so oder so, keine Chance abzeichnen, müsse man sich in Bennewitz zur Lösung des Problems an anderer Stelle Hilfe holen. Zielstellung bleibe es, die Gemeinde 2010 mit DSL zu versorgen.
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