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08.02.10

Mehr individuelle Medieninhalte gewünscht

[mw] Hamburg/Idstein - Die meisten Menschen wünschen sich individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Medieninhalte und mehr Kontrolle bei der Auswahl von Inhalten. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Anwender aller Altersstufen wünschen sich individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Medieninhalte und mehr Kontrolle bei der Auswahl von Inhalten. Das geht aus der aktuellen Studie "2010 European Media Engagement Barometer" hervor, die Motorola in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse der europaweiten Umfrage zeigen außerdem, dass 59 Prozent der deutschen Konsumenten regelmäßig digitale Inhalte zwischen verschiedenen Endgeräten austauschen möchte - innerhalb der eigenen vier Wände und unterwegs. 69 Prozent der Europäer gaben an, dass sie die Suche nach den für sie relevanten Inhalten aufgrund des übergroßen Angebots frustriert. Anwender benötigen demnach Hilfestellungen und bedarfsoptimierte Lösungen, um die für sie tatsächlich relevanten Inhalte abzurufen.

Die Studie gibt außerdem Aufschluss, wie Verbraucher in Europa die Vielzahl an Video-Inhalten heute konsumieren. Es hat sich herausgestellt, dass 55 Prozent der Deutschen mindestens einmal in der Woche live TV sehen. Die Befragten gaben aber auch an, zunehmend andere Medien für den Konsum von Inhalten zu nutzen: 30 Prozent schauen Videos über das Internet, 10 Prozent nutzen On-Demand-TV-Angebote und 11 Prozent laden sich mindestens einmal pro Woche Videos aus dem Internet herunter. Den Ergebnissen der Studie zufolge ist Schweden das einzige Land, in dem Live-TV die Konsumgewohnheiten nicht dominiert. Hier gaben die Befragten an, dass sie sich, verglichen mit Live-Fernsehen (28 Prozent), überwiegend Internet-Video-Streams (48 Prozent) ansehen. In Deutschland ist ein Trend zu höherer Qualität der Inhalte erkennbar: 38 Prozent der Studien-Teilnehmer wünschen sich mehr Programminhalte in High Definition (HDTV)

27 Prozent der befragten Anwender in Deutschland haben geäußert, dass sie Interesse an TV-Applikationen haben, die auf ihre persönlichen Konsumgewohnheiten zugeschnitten sind. Darüber hinaus kam das Media Engagement Barometer zu dem Ergebnis, dass die meisten Europäer generationsübergreifend heute soziale Netzwerke nutzen. Während fast die Hälfte (49 Prozent) den Computer als das bevorzugte Endgerät für die Kommunikation in sozialen Netzwerken nennt, möchten 40 Prozent mit ihrem Mobilfunkgerät auf die Netzwerke zugreifen. 28 Prozent der Konsumenten gaben an, dass sie gerne ihren Fernseher in ihre Aktivitäten einbinden würden, um mit Freunden, Kollegen oder der Familie Inhalte oder Programmhinweise auszutauschen. Mit entsprechenden Angeboten könnten Provider beispielsweise die zunehmende Frustration auf Kundenseite minimieren und Kunden binden.

Wie die Untersuchung herausgefunden hat, gehen die Anwender davon aus, zukünftig jederzeit und überall auf gewünschte Inhalte zugreifen zu können. Für deutsche Konsumenten hat diese Medienmobilität im europäischen Verglich jedoch noch keine besonders hohe Priorität (48 Prozent gegenüber 61 Prozent). Auch beim Austausch von Inhalten zwischen verschiedenen Endgeräten gehört Deutschland im europaweiten Vergleich eher zu den Schlusslichtern – während 59 Prozent der deutschen Konsumenten regelmäßig digitale Inhalte überspielen, liegt der europäische Durchschnitt diesbezüglich bei 70 Prozent. Diese Möglichkeit der Kommunikation ist eher bei der jüngeren Generation beliebt: Während 87 Prozent der 16- bis 29 jährigen Inhalte zwischen verschiedenen Endgeräten austauschen, sind es bei den 30- bis 44-jährigen durchschnittlich 72 Prozent und bei den Befragten zwischen 45 und 64 Jahren immerhin noch 57 Prozent. Die Inhalte werden derzeit überwiegend zwischen Computern und Mobilfunkgeräten (43 Prozent) ausgetauscht, aber auch zwischen anderen Endgeräten wie Fernsehern oder Konsolen. Fast die Hälfte der Befragten in Deutschland (41 Prozent) hat angemerkt, dass sie gerne mehr darüber wüssten, wie sie über unterschiedliche Endgeräte auf digitale Inhalte zugreifen können.
 
 
 
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Kommentare
 
#1 von martyy >> 9.2. 2010 >> 8:09
AW: Mehr individuelle Medieninhalte gewünscht
Übertragen von Inhalten zwischen den Endgeräten geschieht im Apple-Haushalt ganz automatisch... ;-)

Ok, weg mit dem Spaß: Ich stimme vielen Berichtsaussagen zu. Die Flut an Serien etc. ist echt unübersichtlich, wenn man sich längere Zeit (wie ich) mit dem Angebot nicht befasst hat. Ne 30 Sekunden Vorschau hilft da auch nicht und das Heraussuchen für einen selbst geeignete Inhalte ist schwer. Die Kategorieneinteilung reicht nicht so wirklich aus... Man müsste die erste Episode oder den Pilotfilm komplett gratis kriegen um eine Idee zu haben, was da überhaupt hinter steckt. Und ich finde, es sollte eine Art Flatrate geben, mit der man im Monat beliebig viele Sendungen abrufen kann.

Out ist in jedem Fall das klassische Fernsehen. Der Zwang zu festen Zeiten, Werbeunterbrechung, das passt nicht mehr ins moderne hecktische Leben. Abhilfe schaffen würden da Festplattenrekorder, aber die wissen viele ja auch nicht zu bedienen... Und manchmal will man vielleicht einfach eine Staffel am Stück sehen und nicht 7 Tage warten, um zu sehen, wie es weiter geht.
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#2 von bolero700813 >> 10.2. 2010 >> 19:54
AW: Mehr individuelle Medieninhalte gewünscht
Das sehe ich anders. Wenn man jetzt noch mehr von unterschiedlichsten Quellen mit unterschiedlichsten Techniken von unterschiedlichsten Plattformen beziehen kann, dann fördet das keineswegs die Übersichlichkeit. Vielleicht will sich der Benutzer auch einfach mal nur berieseln lassen - ohne mit Querangeboten bombadiert zu werden, und auch ohne von irgendwelchen interaktiven Kinkerlitzchen behelligt zu werden. Gerade in unserer hektischen Zeit sind Ruhepole wichtiger denn je. Klassisches Fernsehen hat deshalb meiner Meinung nach immer noch Zukunft. Vielleicht muss man noch etwas erfinden, um sich im Angebot des klassischen Fernsehens, bei dem die Kanalzahl auch weiterhin wächst, besser zurechtzufinden.

Ansonsten gilt bei dieser Umfrage wie auch bei jeder anderen: Es kommt wesentlich darauf an, wer wie wen fragt. Frag mal etwas ältere Leute (solche zu ignorieren, ist grob fahrlässig). Die antworten ganz anders.
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