Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang
[vo] München - Im Rahmen der Aktienausschüttung zum Börsengang von Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland vergibt dieser 87 700 Aktien an Mitglieder aus dem Aufsichtsrat.
Kabel Deutschland (KDG) schätzt, dass rund 1,84 Millionen Aktien an die Teilnehmer des Management-Beteiligungsprogramms (MEP) des Unternehmens ausgegeben werden. Rund 87 700 Aktien werden an Mitglieder aus dem Aufsichtsrat ausgegeben. Das geht aus einem DIGITAL FERNSEHEN vorliegenden Schreiben hervor.
Das setze voraus, dass basierend auf dem Durchschnittspreis und ohne die Anwendung einer Zuteilungsreserve (Greenshoe Option) sowie unter der Annahme, dass alle Personen, die mit dem Präsidenten des Aufsichtsrates, Tony Ball, in Verbindung stehen, sich entschließen, nur Aktien aus dem Angebot zu nehmen.
Etwa 1,55 Millionen Aktien werden an Personen, die in Verbindung mit Mitgliedern aus dem KDG-Aufsichtsrat stehen. Kabel Deutschland geht außerdem davon aus, dass MEP-Beteiligte insgesamt rund 32,1 Millionen Euro erhalten. Die Vorstandsmitglieder erhalten 8,6 Millionen Euro. Bis zu 12,6 Millionen Euro erhalten Personen, die mit Mitgliedern des KDG-Aufsichtsrats verbunden sind.
Kabel Deutschland bietet eigenen Angaben zufolge fünf Management-Beteiligungsprogramme (MEP I, MEP II, MEP III, MEP IV und MEP V) an. Im Rahmen von MEP I wird der KDG zufolge über die Kabel Management Beteiligungs-GbR eine direkte und indirekte Beteiligung an der Muttergesellschaft der KDG Holding GmbH und der Cable Holding in Luxemburg, der Cayman Cable Holding, angeboten.
Im Rahmen von MEP II und III werden laut KDG Bezugsrechte an den Anteilen der Cayman Cable Holding angeboten. MEP IV umfasst ein Beteiligungsprogramm, in dessen Rahmen - über die Kabel Management Beteiligungs- (MEP IV) GbR - eine indirekte Beteiligung an der Cayman Cable Holding angeboten wird, sowie ein Optionsprogramm, in dessen Rahmen Bezugsrechte an den Anteilen der Cayman Cable Holding L.P. gewährt werden.
Im Rahmen von MEP V werden ebenfalls Bezugsrechte an den Anteilen der Cayman Cable Holding angeboten. Bestimmte Mitarbeiter der Gesellschaft, darunter Angehörige der obersten Leitungsebene, beziehen Vergütungen in Form von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen.
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang unglaublich. Für mich fällt das unter Turbokapitalismus. Für die Leistung, die der Aufsichtsrat geleistet hat? Die Kunden bei HDTV in die Röhre schauen lassen und selbst die Kohle einstreichen. Absolut ungerechtfertig. Noch ein Grund kein Kunde dieses Ladens zu werden.
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Ich habe den Artikel 3 mal gelesen. Und durch die ganzen Abkürzungen und
Finanzbegriffe gebe ich zu:
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Ist ein Standardaktienoptionsprogramm, wie es fast jedes deutsches Unternehmen hat. Dies dient dem Anreiz, den Unternehmenswert langfristig zu steigern und nicht nur auf kurzfristige Erfolge zu setzen.
Der das Beteiligungsprogramm von den alten Eigentümern aufgesetzt wurde, ist dies normal, dass es bei einem Börsengang und/oder Verkauf sofort fällig wird. Damit soll verhindert werden, dass den neuen Eigentümern Kosten aufgebürdet werden. Die neuen Eigentümer können dann ein anderes Programm auflegen und/oder es sein lassen.
Als kleines Edit noch hinterher: Wird im übrigen von Providence gezahlt und der Barwert der Aktien wird anhand des Ausgabekurses ermittelt.
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Du hast nicht verstanden worum es geht. Hier werden die Besitztümer des Finanzinvestors verteilt - was stört Dich daran?
Man könnte sich daran stören, wenn es um ein Unternehmen in Bankbesitz ginge, und die Bank dann durch die Bereicherung einzelner in Schieflage geräte und mit Steuermitteln gerettet werden müsste.
Solange aber jemand seine eigenen Besitztümer nach Lust und Laune verscherbelt, sehe ich nichts Böses dabei.
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Wie viel erhalten denn die Geschäftsführer der Kabel Cayman..ähh.. Kabel Deutschland dafür, dass sie Trends wie HD verschlafen, Kunden mit Triple-Play unglücklich gemacht und in Deutschland erwirtschaftetes Geld auf die Cayman Islands verschoben haben?
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Die kleine Aktionäre werden dafür zahlen: ganz fair ist es nicht.
Das Unternehmen hat angeblich ca. 3 Milliarden Schulden, und das Geld vom Börsengang geht direkt in die Tasche des Hauptaktionärs!!!!.
Die kleinen Aktionäre werden zahlen müssen, vor allem weil KDG gegen VDSL keine Zukunft hat. Das wird den kleinen Aktionären nicht erklärt.
Die Zukunft heißt 100s von Kanäle in HD und Video On Demand (VOD).
KDG wird das nie liefern können:
VDSL liefert schon heute 100s von TV-Kanäle, teilweise in HD, und bietet eine individuelle Verbindung mit 50 Mbit/s..... dagegen bietet KDG 32 Mbit/s, allerdings nicht individuell, aber für bis zu 500 Kunden gleichzeitig (die das gleiche Kabel teilen) !!!! Das wird natürlich nirgends erklärt.
Auch wenn KDG schaffen würde 100 Mbit/s zu liefern, da bleiben nur ein paar Mbit/s pro Kunden übrig, weil sie das gleiche Kabel teilen!
Das sieht nicht gut aus... also schnell an die Börse kassieren, solange niemand gemerkt hat, dass KDG gar nicht mithalten kann, und schön mit 100 Mbit/s werben, ohne zu erwähnen, dass diese Geschwindigkeit auf 100s von Kunden verteilt werden muss!
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang 3 Mrd Schulden ?
Dann haben die ja mehr Schulden als der Laden wert ist ???
Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Letztens war noch was von einem zu erwartenden Börsenwert von 800 Mio zu lesen.
AW: Aufsichtsrat von Kabel Deutschland erhält 8,6 Millionen Euro bei Börsengang Du musst den Unternehmenswert vom Wert des Eigenkapitals unterscheiden. Zum Unternehmenswert werden die Fremdkapitalverbindlichkeiten hinzugezählt, beim Eigenkapital eben nicht.
Der Börsenwert gibt auch nur den Wert der gelisteten Anteile an, es werden jedoch nur ein Anteil an den Aktien ausgegeben. Der Rest verbleibt bei den alten Eigentümern.
@PKulman: Wenn bei einem Börsengang keine neuen Aktien ausgegeben werden, fliesst der Erlös immer an die Aktionäre. Diese verkaufen durch den Börsengang schliesslich ihre Aktien.
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