Bundesverband Glasfaseranschluss sieht "Ende des Kabelmonopols"
[vo] Köln - Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) sieht sich anlässlich des bevorstehenden Börsengangs von Kabel Deutschland (KDG) gut gerüstet, um "massiv in den Wettbewerb um die TV-Versorgung" in Deutschland einzusteigen.
Die Buglas-Unternehmen würden mit breitflächiger Markteinführung von Glasfasernetzen bis in die Wohngebäude (FttB) oder Wohnungen (FttH) die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, um gegen die Kabelnetzbetreiber in den Wettbewerb um die TV-Versorgung der deutschen Wohnungswirtschaft einzusteigen. Das teilt der Buglas mit.
Sei dieses Geschäft bislang den klassischen Kabelnetzbetreibern wie Kabel Deutschland vorbehalten gewesen, so stehe "den Glasfaserbetreibern nun die optimale Infrastruktur für ein Dienstepaket mit maximaler Leistungsfähigkeit zur Verfügung", so der Verband.
"Die Zeiten der Beherrschung des TV-Marktes durch die aus dem ehemaligen Monopol hervorgegangenen Kabelnetzbetreiber sollten damit endgültig der Vergangenheit angehören", so Buglas-Präsident Hans Konle. Dies gelte insbesondere dann, wenn - wie in den Verlautbarungen zum Börsengang von Kabel Deutschland avisiert - die Verkaufserlöse nicht in die Netzinfrastrukur reinvestiert werden sollten.
Demgegenüber hätten die im Buglas organisierten Stadtwerke und ihre TK-Tochterunternehmen wie Net Cologne, M-Net oder Wilhelm Tel allein bis Ende 2009 bereits 265 Millionen Euro in den glasfaserbasierten Breitbandausbau investiert. Bis zum Jahr 2014 würden mehr als eine Milliarde Euro durch Buglas-Unternehmen in den Aufbau hochleistungsfähiger Glasfasernetze investiert. Die neuen Datenautobahnen stünden dabei im Rahmen von Open-Access-Modellen jedem beliebigen Diensteanbieter diskriminierungsfrei zur Verfügung.
"Dadurch ist eine hohe Auslastung im Sinne der Wirtschaftlichkeit als auch eine breite Akzeptanz im Wholesale-Markt sichergestellt. Wer Fernsehprogramme und mediale Inhalte zu den Verbrauchern transportieren möchte, ist nun nicht mehr auf das Wohlwollen der Defacto-TV-Monopolisten oder kupferbasierte Accesslösungen angewiesen", so Konle.
Gleichermaßen im Sinne einer Öffnung des TV-Marktes sowie eines kostenoptimierten und breitflächigen Glasfaser-Roll-Outs erwarte der Buglas im Rahmen der aktuellen TKG-Novellierung einen gesetzlichen Zugangsanspruch für die Gebäudeeinführung von Glasfaser. "Damit sollen prohibitive Exklusivitätsvereinbarungen zugunsten klassischer Kabelnetzbetreiber der Vergangenheit angehören", findet der Buglas.
Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) mit Sitz in Köln fordert eigenen Angaben zufolge wachstums- und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für die Verbreitung von Breitband-Glasfaseranschlüssen (FttB und FttH) mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Der Verband trete dafür ein, dass wirtschaftliche und ordnungspolitische Anreize gesetzt und verstärkt würden, damit der Ausbau von glasfaserbasierten Anschlüssen voranschreite.
AW: Bundesverband Glasfaseranschluss sieht "Ende des Kabelmonopols" Ist nur positiv... damit könnten die Kabelkonzerne mit ihren alten Koaxleitungen schnell ins Hintertreffen geraten.
AW: Bundesverband Glasfaseranschluss sieht "Ende des Kabelmonopols" Auch die Kabelkonzerne nutzen für weite strecken die Glasfaserleitung.
Ich verstehe die News irgendwie nicht.
NetCologne lässt Glasfaserleitungen bis in die Keller der Gebäude verlegen.
Von da aus geht es dann mit VDSL weiter in die Wohnungen rein.
Was für ein Kabelmonopol?
Es ist doch bewiesen das mehr Mitbürger ihr Fernsehprogramm über Astra empfangen als über Kabel.
Soviele Mitbürger nutzen das Internet gar nicht über die Kabelanbieter.
AW: Bundesverband Glasfaseranschluss sieht "Ende des Kabelmonopols" Es kommt darauf an, dass die gesamte Strecke bis zum Nutzer Glasfaser ist, und Koax wegfällt...
Was für ein Kabelmonopol ? Das ist ne Scherzfrage oder ? Wir haben Millionen von Zwangsverkabelten in diesem Land, die leider nur Kabel nutzen können weil sie keine Satantenne aufbauen können oder dürfen. Dazu führen kartellartige Verträge der Wohnungswirtschaft mit den Kabelgroßkonzernen dazu, dass die meisten Wohnungen nicht ohne zwangsinkludierten Kabelanschluss angeboten werden.
Es herrscht vor allem in den Städten ein Kabelmonopol, dass den Wettbewerb gerade im TV Bereich massiv behindert, und überhaupt erst das behäbige Agieren der Großkonzerne wie UM oder KDG ermöglicht. Stünden sie wirklich im direkten Wettbewerb zum Satelliten, könnten sie sich so nicht verhalten.
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