[mg] Luxemburg - Der Satellitenbetreiber SES Astra hat seine Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2010 vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatz von 844,9 Millionen Euro.
Diese Zahl gab das Unternehmen heute bekannt. So verzeichnete Astra im Vergleich zum Vorjahr (808,1 Millionen Euro) einen Umsatzanstieg um 4,5 Prozent. Das ausgewiesene EBITDA stieg zudem um 3,3 Prozent auf 632,7 Millionen Euro, was einer EBITDA-Marge von 74,9 Prozent entspricht. Die Steigerung des wiederkehrenden (recurring) Umsatzes betrug 4,6 Prozent, was auf EBITDA-Niveau einer Verbesserung in Höhe von 3,8 Prozent entspricht.
Das EBITDA erhöhte sich nur unwesentlich langsamer als die Umsätze, was das Unternehmen im Wesentlichen auf die relative Ausweitung des Umsatzbeitrags aus dem Dienstleistungsgeschäft zurückführt, das eine niedrigere Marge erzielt. Der Betriebsgewinn erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 386,3 Millionen Euro.
Astra nahm im Laufe des ersten Halbjahres die Satelliten NSS-12, Astrea 3B und SES-1 in Betrieb. Diese Schritte trugen laut SES Astra dazu bei, das Ausfallrisiko von Sonnenkollektoren bei der US-Satellitenflotte weiter abzufedern. Im Berichtszeitraum erfolgte zudem der Abschluss der Akquisition von ProtoStar 2, der neue Kapazitäten für den indischen und die südostasiatischen Märkten brachte. Der Start von ASTRA 3B und seine kommerzielle Inbetriebnahme am 16. Juni ermöglichten eine weitere Kapazitätsausweitung um 21 Transponder. Zwölf dieser Transponder bedienen den Nahen Osten und stehen nunmehr unter Vertrag; Artel hat Nutzungsverträge über acht Transponder für Unternehmens- und Regierungs-Netzwerke unterzeichnet.
Das Unternehmen eröffnete zudem neue Übertragungsplattform für den Direktempfang in Puerto Rico, wo Claro TV mit den Übertragungen begann, und insbesondere in Afrika, wo Wananchi in Kenia und Top TV in Südafrika den Sendebetrieb aufnahmen. Die Zunahme an TV-Kanälen in den europäischen Märkten unterstützte die Nachfrage unverändert, wobei die Wachstumsbeschleunigung des HDTV-Angebots zusätzliche Dynamik verlieh. Mit zusätzlicher Kapazität auf ASTRA verstärkte Sogecable und M7 ihr HDTV-Angebot weiter.
In der Folge dieser Aktivitäten verbesserte das Unternehmen seine technische Reichweite auf 125 Millionen Fernseh-Haushalte - drei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Mit 77 Millionen Satelliten-Haushalten und 71 Millionen Kabel-TV-Haushalten übertrifft die Satellitenreichweite in Europa erstmals diejenige des Kabelfernsehens. Die Zahl der HD-Kanäle stieg weiter an: Nunmehr werden 135 HD-Kanäle über das ASTRA-System ausgestrahlt.
Romain Bausch, President & CEO von SES teilte mit, diese Vorgänge seien Bestandteil der SES-Strategie, die Dienstleistungsaktivitäten auf die Stärkung der Nachfrage nach den Satellitenkapazitäten zu konzentrieren. "Die Gesamtentwicklung der Geschäftstätigkeit der Gruppe sowie das Finanzergebnis für den Berichtszeitraum liegen voll und ganz im Rahmen unserer Erwartungen", sagte Bausch.
Astra schloss zudem mehrere Verträge mit Unternehmen wie dem europäischen Navigationsdienst Egnos 2, dem spanischen Pay-TV-Unternehmen Sogecable, der niederländischen M7 Gruppe, GSE Italien und dem französischen WIMAX-Betreiber Wibox. Zudem übernahm SES Astra die restlichen zehn Prozent an SES Sirius von Swedish Space Corporation - damit ist das Geschäft von SES Sirius nunmehr völlig im Geschätsbereich von SES Astra integriert.
AW: SES Astra weiter auf Wachstumskurs Ist doch kein Wunder, dass SES Astra Gewinn macht. BSkyB und die
BBC haben ohnehin quasi ihre "Privatorbitalposition" und Astra 19.2
ist zu über einem Drittel GEZ-finanziert...
Man lasse sich das einmal auf der Zunge zergehen: die deutschen
öffentlich rechtlichen Sendeanstalten leisten sich von ca. 120
Transpondern auf 19.2 gleich mal 25 für ihre Programme. Ist ja verständlich,
man muss ja schließlich jedes Dritte Programm ungefähr 17 mal
Ausstrahlen, damit jede Gießkanne ihr Regionalfenster bekommt und
dann ist da natürlich noch die Transponderfressende
Analogausstrahlung (und der ADR Mist), die kaum ein Mensch mehr braucht und die
eigentlich schon vor fünf Jahren hätte abgeschaltet werden sollen.
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