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  • FRK: Arena fällt Vertriebspartner Kabelkiosk in den Rücken

21.08.2006, 12:20 Uhr, sch

Lauchhammer - Die zwölf Millionen Kabelkunden der unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber können die Übertragungen der Fußball-Bundesligaspiele sehen.


Der FRK hatte nach bekannt werden der Vermarktungspläne von Arena vor wettbewerbswidrigen Pauschalzahlungen der Netzbetreiber an Arena gewarnt und dabei die Unterstützung der Landesmedienanstalten erhalten, berichtet Heinz-Peter Labonte, Vorstandssprecher des FRK - Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen.

Arena hat daraufhin seine Vermarktungsvereinbarung mit Eutelsat modifiziert, wonach Eutelsat mit seinem Kabelkiosk die Spiele der Fußball-Bundesliga an die unabhängigen Kabelnetzunternehmen reichweitenabhängig vermarkten darf und die unabhängigen Kabelnetzbetreiber nicht mehr gezwungen werden, für fiktive 5 Prozent ihrer Kunden, monatlich 12,50 Euro netto über Eutelsat an Arena zu bezahlen.
 
Angesichts der vielen Verrenkungen der Arena-Strategen, mit den mittelständischen Kabelunternehmen keine direkten Einspeisungsverträge zu vereinbaren, verliere die Unity-Media-Tochter aber offenbar den Überblick bei den Verträgen und falle ihren Partnern in den Rücken, konstatiert der FRK-Sprecher und sieht Konflikte zwischen Premiere und Eutelsat entstehen.
 
Denn Premiere dürfe jetzt offenbar zusätzlich die Arena-Fußballübertragungen an NE 3-Unternehmen mit NE 4-Hausanschlüssen weitergeben und freischalten. Da die FRK-Mitgliedsunternehmen sowie die mittelständischen Netzbetreiber über eigene Kopfstellen verfügten und die Programme an ihre Kunden weiterleiteten, seien sie wie die großen NE 3 - Unternehmen (Ish, Iesy, KDG, KBW) in der Lage, anstatt über Eutelsat die Kabelkiosk-Übertragungen zu kaufen, einen Weiterleitungsvertrag mit Premiere abzuschließen.
 
Der teure Exklusivvertrag von Eutelsat mit Arena wäre nichts wert und der Programmbezug über Premiere für die Netzbetreiber möglich, erklärt Labonte und kritisiert: "Arena scheint weiterhin sehr dilettantisch vorzugehen und mit seinen Vertragspartnern ein falsches Spiel zu spielen. Das erinnert an die verquere Vertragssituation mit den weitreichenden Internetrechten der Deutschen Telekom. Arena und sein Gesellschafter Unity Media verschließen ihre Augen vor den Markstrukturen mit dem Ziel, die mittelständischen unabhängigen Kabelnetzbetreibern aus dem Markt zu drängen. Diese Strategie wird scheitern."
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