Premiere Star bisher ohne eigenen Sat-Transponder

12.07.2007, 09:37 Uhr, lf

München - Die vermarkteten TV-Sender müssen nach DF-Informationen ihre Sat-Ausstrahlung selbst finanzieren und fügen lediglich Premiere-Verschlüsselungsinformationen in ihr bereits vorhandenes Sat-Signal ein.


Premiere Star geht in vielen Bereichen neue Wege. So auch bei der technischen Verbreitung der ab 1. September vermarkteten TV-Programme. Denn eines haben die bereits für Premiere Star angekündigten TV-Sender Kinowelt TV, NASN sowie die Turner-Kanäle Turner Classic Movies (TCM), Boomerang und Cartoon Network gemeinsam: Sie senden alle bereits auf Astra 19,2 Grad Ost und werden teilweise sogar in anderen Pay-TV-Paketen angeboten.

Falls neue Programme hinzukommen, die bisher noch keine Astra-Kapazität haben, würde Premiere dafür sorgen, dass sie auf einem Sat-Transponder der Astra Platform Services (APS) gebündelt würden, so eine Premiere-Sprecherin gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.
 
Damit Premiere Star Abonnenten die Programme dann auch mit Premiere- oder Entavio-Receivern entschlüsseln können, müssen in die bereits vorhandenen TV-Signale zusätzlich die Verschlüsselungsinformationen (ECM/EMM) eingefügt werden. NASN Europe fügt also auf dem ORF-Transponder 115 neben den Verschlüsselungsnormen Cryptoworks und Mediaguard 2 auch noch die Premiere-plus-Entavio-Codierung bei, ebenso Kinowelt-TV auf dem Arena-Transponder 102 (bisher nur Cryptoworks).
 
Ein ähnliches Szenario wäre auch bei weiteren interessanten Pay-TV-Programmen denkbar, die bereits auf Astra senden und mit denen Premiere Star sicherlich bereits verhandelt: Beispielsweise RTL Crime und RTL Living (auf Transponder 89 bereits in Cryptoworks codiert) sowie das MTV-Paket (auf Transponder 66 bereits in Conax, Cryptoworks, Mediaguard und Viaccess codiert).
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