DSL-Alternativen sollen an Bedeutung gewinnen

13.12.2007, 10:41 Uhr, lf

München - Breitband-Internet wird für die ländlichen Gebiete ein zunehmend wichtiger Standortfaktor. Um schnelles Internet auch in DSL-freien Gebieten zugänglich zu machen, sollen verstärkt alternative Technologien zum Einsatz kommen.


Zu DSL- und Kabelnetzbetreibern gibt es Optionen, die der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung näher bringen möchte. So bieten sich Satellit, Funk und die Stromversorgung an, abgelegene Gemeinden und Kommunen mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen.

Schnelles Internet kann auch aus der Steckdose kommen, der Schlüssel dafür ist die Powerline-Technologie. Bisher vor allem im Bereich der Vernetzung innerhalb des Hauses etabliert, kann Powerline auch eine echte Alternative für die Breitbandversorgung von ganzen Städten oder Gemeinden werden.
 
Der große Vorteil: Baumaßnahmen an Gebäuden sind bei Powerline nicht nötig und die Stromnetze erreichen jeden. So müssten lediglich Powerline-Modems in das Stromnetz eingebaut werden. Die zentrale Anbindung an das Internet-Backbone erfolgt dabei wahlweise über drahtgebundene wie drahtlose Anschlusstechnologien.

Eine Alternative zur leitungsgebundenen Übertragung bietet der Satellit: Über eine Sat-Schüssel mit besonderem Breitbandmodem ist mittlerweile schnelles Internet in beide Richtungen möglich. Internet über Satellit gibt es schon länger, bisher war jedoch immer das Problem, dass nur ankommende Daten empfangen werden konnten, der so genannte Upstream musste immer langsam und unter Anfall weiteren Kosten über das Telefon gemeistert werden. Damit ist jedoch mittlerweile Schluss. Mittlerweile kann Breitband via Satellit auch ganze Gemeinden über eine Antennenanlage versorgen.
 
Darüber hinaus befinden sich in ganz Deutschland derzeit Wimax-Funknetze im Aufbau. Über diese drahtlose Technologie können zukünftig weitere weiße Flecken auf der Breitband-Versorgungskarte gefüllt werden. Allen alternativen Anschlusstechnologien ist dabei gemein, dass mit Bandbreiten zwischen einem und sechs MBit pro Sekunde auch im ländlichen Raum marktgängige Konditionen für die Breitbandversorgung angeboten werden.
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