Philips-LCDs zu 70 Prozent von Subfirmen

25.01.2008, 09:52 Uhr, lf

Eindhoven - Mehr als zwei Drittel aller in diesem Jahr produzierten Philips-LCDs werden letztlich gar nicht in Philips-Werken gebaut. 2007 stammten immerhin noch 40 Prozent der Philips-Flachbildfernseher aus eigener Produktion.


Dies berichtet der taiwanische Online-Dienst "Digitimes", der sich auf die chinesische "Commercial Times" bezieht. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass von den veranschlagten 14 Millionen LCDs knapp zehn Millionen von externen Dienstleistern zugesteuert werden. Allein fünf Millionen entfallen dabei auf den taiwanesischen Zulieferer TPV Technology. Die Taiwanesen haben bereits die komplette PC-Monitorproduktion von Philips in Auftrag.

Weitere Zulieferer sind Qisda (Korea) und Jabil (USA). Weil auch die drei Unternehmen die hohe Nachfrage nicht mehr bewältigen können, hat Philips nun erstmals auch Funai und TCL mit der Fertigung von Philips-LCDs beauftragt. Qisda gehört zum Benq-Konzern und soll die 26- und 32-Zoll-Palette abdecken. Jabil und Qisda werden je eine Millionen Geräte beisteuern. Den Medienberichten zufolge will Philips die Zusammenarbeit mit TCL und Funai zunächst testen, weswegen hier die Stückzahlen deutlich geringer sind.
 
Philips baut vor allem die Modelle im hochpreisigen Segment mit den größeren Bildschirmdiagonalen selbst, da sich hier die Produktion finanziell noch lohnt. Bei den kleineren Geräten ist es auf dem hartumkämpften Markt jedoch schwer, mit der eigenen Herstellung noch profitabel zu sein. Diese Segmente versucht Philips dann an die externen Dienstleister abzugeben. Auch hat sich in den vergangenen Monaten abgezeichnet, dass sich der niederländische Konzern langsam auf neue Geschäftsbereiche konzentriert und die Unterhaltungselektronik an Bedeutung nachlässt.
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