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  • ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

06.03.2008, 10:51 Uhr, ft

Saarbrücken/München - Als Zielgruppe hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Jugend von heute bereits entdeckt. Doch die Annäherung zwischen beiden gestaltet sich noch schwierig.


Erste Schritte wollen ARD und ZDF mit der Ausweitung ihrer Internetangebote erreichen, wofür es von vielen Seiten unter dem Aspekt der Gebührendiskussion heftige Kritik gegeben hat. Die ARD hat die Strategieplanung nun zum Thema in einer Fachtagung gemacht.

"Eine zielgerichtete Ansprache der Jugend ist für die ARD von großer strategischer Bedeutung. Will die ARD ihren gesellschaftlichen Auftrag weiterhin erfolgreich erfüllen, ist es dringend erforderlich, dass eine schlüssige ARD-Gesamtstrategie entwickelt wird", betonte Volker Giersch, Vorsitzender der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz, in München. Dabei weicht die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt von ihren Internetplänen nicht ab: "Es ist deutlich geworden, dass die Ansprache der Jugend in den Planungen der ARD Priorität haben muss. Dazu ist eine originäre Online-Ermächtigung erforderlich. Ansonsten können jugendaffine Formate nicht umgesetzt und die Ziele nicht erreicht werden."
 
Die Arbeitsgemeinschaft öffentlich-rechtlicher Rundfunksender betrachtet auch Handy-TV als Ansatzpunkt, um die eigenen Angebote der jungen Zielgruppe besser anzupassen. Die klassischen Medien - Radio und Fernsehen - sollen dem aber nicht nachstehen.
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arte-neuarte-neu

#1 AW: ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

geschrieben am 6.3. 2008 um 11:19
Wie darf ich mir das vorstellen: Wird der WDR seine Singlebörse jetzt unter dem Dach der ARD bundweist anbieten? Gibt es eine öffentlich-rechtliche Form von YouTube? Vielleicht gibt es bald Blogs/Foren zum Thema DigitalFernsehen. Ein Forum ohne Online-Werbung, ist toll, brauchen wir die DF nicht mehr.

Wie wäre es, wenn eine Rundfunkanstalt die Zielgruppe mit Rundfunkprogrammen anspricht? - Ist das so ungewöhnlich.

Woher kommt die ungewohnt energiegeladene Bemühung um diese Zielgruppe?

Sollen die Jugendlichen jetzt für eine Scheinbegründung zur Ausweitung des Internets herhalten?

Kann man Jugendliche nur durch das Medium Internet erreichen, und wenn dem so ist, wird man sich um andere Zielgruppen genauso spezifisch ansprechen? Zum Beispiel viele Buch- und Zeitungsleser. Können wir in naher Zukunft mit einer ÖRR Zeitung / Zeitschrift rechnen?

Kann man Jugendliche auch via Mobilfunk und Computer erreichen? - Wenn ja, man gibt es den ersten ÖRR-Mobilfunkvertrag/PrePaid Karte? Oder den ersten ÖRR-Computer?

Und noch eine Frage: Sind die neuen / verstärkten Internetaktivitäten der ARD bereits in der neuen Gebührenerhöhung eingeplant oder ist mit einer weiteren Gebührenerhöhung zu rechnen, bzw Werbeausweitungen?
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arte-neuarte-neu

#2 AW: ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

geschrieben am 6.3. 2008 um 12:30
Wieso? Was für eine Sendung? Die Webseite des WDR kann problemlos auf die ARD Seiten transferiert werden, die Werbung dafür bundesweit erfolgen.

Was ist an Deiner Antwort falsch? Was sagt man den kommerziellen Anbieter, denen das Geschäft erschwert bis zu unmöglich gemacht wird? Eine Wettbewerbsverzerrung.
a) die kommerziellen Anbieter müssen sich durch Werbung und Mitgliedergebühren refinanzieren. Die Kunden nehmen gerne ein Angebot an, welches a) werbefrei und kostenlos ist. Das kann kein kommerzieller Anbieter.
Ich nenne das eine Wettbewerbsverzerung.
Was hat eine Mediathek mit YouTube zu tun? Kann ich bei der ZDF Mediathek auch meine eigenen Beiträge uploaden? Das wäre mir neu. Der Vergleich Mediathek mit YouTube oder MyVideo ist einfach unpassend.
So etwas wie die DF wird es wohl noch nciht geben, sonst wärest Du wahrscheinlich nicht hier.
Ich verstehe diese Logik nicht. Was wenn die Jugend das Internet durch Spielekonsolen ersetzt, sollen dann ARD und ZDF Spielekonsolen auf dem Markt bringen, wenn sie die Jugendlichen erreichen wollen. ARD und ZDF sind Rundfunkanstalten und haben sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Es gibt keinerlei Bedarf eines öffentlich rechtlichen Print und Internetaktvitäten der ÖRR. Wenn es öffentlich-rechtliche Videoportale geben sollte, werden dann neuerdings YouTube und MyVideo und Co durch die LMA kontrolliert? So wie die Privaten Rundfunkanstalten.
Sorry, dann hast du den Artikel nicht verstanden, denn das passiert doch gerade. Singlebörse und Videoportale???? Hallooooo? Was hat das mit dem Auftrag des ÖRR zu tun? Die Antwort: Nichts. Ebenso wenig wie eine ÖRR Zeitung oder ähnliches.

Davon bin ich fest überzeugt. Warum darauf verzichten, kostet doch nicht viel. Die Beiträge und das Korrespondentennetz existiert ja schon. Jedeglich die Druckkosten und die Verteilung der Zeitung würde etwas kosten. Das könnte problemlos durch 1 € mehr Gebühren finanziert werden. Die Pommes an der Ecke kosten mehr.


Wenn die Gebühren von 17,03 auf 17,98 erhöht werden, erhöht sich entsprechend auch der Anteil für die Online-Ausgaben? Ich denke, ja!
Die Antwort: Ja, es gibt Anzeichen für eine Erhöhung der Summe für Onlinekosten, genauer gesagt, mit jeder Gebührenerhöhung.
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LHBLHB

#3 AW: ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

geschrieben am 6.3. 2008 um 13:50
arte-neu will am liebsten 1 öffentlich-rechtliches programm, daß den ganzen tag nur staubtrockene kultur und schulfernsehn bringt ! am besten noch s/w und mono, ohne videotext, ohne VPS, ohne alles, weil das ist alles ja nur geldverschwendung...wahrscheinlich auch noch in 30 zeilen gesendet, das reicht völlig...
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_MR__MR_

#4 AW: ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

geschrieben am 6.3. 2008 um 14:00
Wenn die GEZ Gebühr dann auf einen Euro gesenkt wird, hätte ich persönlich nichts dagegen. Ich schaue den ÖR Mist eh nicht.
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_MR__MR_

#5 AW: ARD: Internet ist der Zugang zur jungen Zielgruppe

geschrieben am 6.3. 2008 um 14:19
Gewöhn dich einfach daran, das nicht alle deine Meinung vom perfekten ÖR System teilen.

Mich nerft am ganzen System vor allem eins: Ich darf zahlen, ohne irgendetwas davon zu nutzen. Das ist, als müsste ich bei jeder Kneipe, an der ich vorbei gehe, 5 Euro zahlen, weil ich ja ein Bier trinken könnte.

Ich schaue TV, weil ich mich entspannen will. Daher beschränke ich mich auf US Filme und Serien, ganz selten einmal Nachrichten (ich informiere mich per Internet, wo ich die Informationen wesentlich neutraler bekomme). Mit deutschen Produktionen kann ich zumeist nichts anfangen (Ausnahmen Cobra 11 und Post Mortem). Kultur und Anspruch interessieren mich ebenfall nicht (meine Arbeit ist anspruchsvoll genug) und mir Sport kann ich überhaupt nichts anfangen. Dennoch werde ich gezwungen, für etwas zu zahlen, was ich nicht nutze.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin gerne Bereit, für TV zu zahlen. Ich hab kein Problem, jeden Monat 20 Euro für mein Premiere Abo zu zahlen. Dort bekomme ich allerdings ein Programm geboten, mit dem ich etwas anfangen kann und das ich reichlich nutze.
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