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  • Studie: Menschen schauen länger und öfter fern

21.06.2005, 13:54 Uhr, mg

Paris/ Berlin - Einen Beitrag zu dieser Situation, den die aktuelle Studie "Internationale TV-Trends 2004/2005" belegt, leisten die innerhalb eines dreiviertel Jahres neu aufgeschalteten rund 1 700 Programme.


Die Studie wurde von den Medienforschungsinstituten Médiamétrie und IMCA (Paris) sowie Goldmedia (Berlin) durchgeführt. Sie basiert auf den Forschungsergebnissen des weltweit größten Datenpools für neue TV-Programme NOTA (New On The Air). Im Untersuchungszeitraum 1. September 2004 bis 30. April 2005 wurden in den neun analysierten Ländern Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweden, Spanien und USA insgesamt 1 739 neue TV-Programme registriert. Zum Vergleichszeitraum 2003/2004 bedeutet dies ein leichtes Wachstum um 1,2 Prozent.
 
Schon seit Jahren werden die Grenzen zwischen den TV-Genres Entertainment, Fiction und Factual fließender. Die TV-Saison 2004/2005 hat diesen Trend deutlich unterstrichen. Allen TV-Genres gemeinsam ist zudem ein noch größerer Realitätsbezug. Zu den Programmen, die in besonderer Weise realistisch und authentisch sind, gehören in allen NOTA-Ländern vor allem Kriminalserien über spektakuläre Fälle und Aufsehen erregende Kriminaltechniken. Fiction ist als Genre seit September 2004 generell wieder stark im Kommen. Unter den neu gestarteten TV-Formaten der Saison 2004/2005 erreichten Dramen dann auch die höchsten Zuschauerquoten.
 
Prominente waren in der vergangenen TV-Saison erneut in allen TV-Genres anzutreffen. Die reichsten und/oder berühmtesten Promis bringen fast immer gute Quoten. Der Einsatz von Prominenten ist auch dann noch von Vorteil, wenn die Einschaltquoten mal nicht so gut waren, führt doch ihr Auftritt in der Regel dazu, dass über die Sendung geschrieben oder gesprochen wird.
 
Die Bedeutung von TV-Dokumentationen ist seit 2003 schnell und kontinuierlich gewachsen. In der Saison 2004/2005 haben sie die Bildschirme aller von NOTA untersuchten Länder erobert und sich in den Programmplänen fest etabliert. Dies gilt sowohl für den Bereich des Doku-Dramas als auch für die Doku-Soap.
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