- Medientage: Gibt es noch eine Zukunft für das lineare Fernsehen?
30.10.2008, 17:09 Uhr, mw
München - Verdrängen nicht-lineare Formen des TV-Konsums - wie Video-on-Demand oder Online-Videotheken - das klassische lineare Fernsehen?
Mit dieser Frage beschäftigten sich Experten im Rahmen der Medientage München bei einer Diskussion, die gemeinsam mit Siemens organisiert wurde. Die Antwort: Lineares TV wird auch künftig einen großen Teil der Zuschauer erreichen. Dennoch ist die Entwicklung vom (passiv genutzten) Lean-back-TV zum (aktiv genutzten) Lean-forward-TV nicht aufzuhalten.
Harald Greiner, Director Business Development Media bei Siemens z.B., prognostizierte in seiner Einführung, dass lineares Fernsehen bei Live-Events seinen Stellenwert behalten werde, bei sonstigen Angeboten jedoch an Reichweite verlieren werde.
Robert Amlung, Bereichsleiter Digitale Strategien beim ZDF, konstatierte einen kontinuierlichen Trend der Fragmentierung des Publikums. "Außer 'Wetten dass..?' gibt es wenig Programmformate, bei denen generationsübergreifend Zuschauer erreicht werden. Für viele passt das nicht-lineare Modell besser in den persönlichen Zeitplan, und für diese Gruppen müssen wir auch als Öffentlich-Rechtliche ein Angebot bieten", sagte der Programmexperte.
Deutlich entspannt blickte Kai Blasberg auf die aktuelle Diskussion: "Ich halte das alles für nicht so dramatisch. Es kommen neue Vertriebswege hinzu, aber dass jeder sein eigener Programmdirektor sein will, das halte ich für totalen Blödsinn", formulierte der Geschäftsführer von Tele 5 TM-TV pointiert. Es kämen zwar beim nicht-linearen Fernsehen einige Funktionen hinzu, aber in den nächsten zwanzig, dreißig, vierzig Jahren werde man "ganz klassisch mit der Liebsten im Arm vor dem Fernseher liegen", zeigte er sich vom Bestand des klassischen TV-Systems überzeugt.
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#1 AW: Medientage: Gibt es noch eine Zukunft für das lineare Fernsehen?
geschrieben am 30.10. 2008 um 17:59Das ist und bleibt eine Frage der Häufigkeit des TV-Konsums sowie des Preises für das Angebot.
Schon bei 2 HD-Filmen/Woche sowie jeweils 4 CL/BuLi-Spielen im Monat (und das ist m.E. nicht gerade viel) dürfte man mindestens schon genau soviel wie beim 4er-Paket-Abo+ HD bei Premiere zahlen, obwohl man so aber nur Film und Sport (Fußball) schaut.
Schon bei 2 HD-Filmen/Woche sowie jeweils 4 CL/BuLi-Spielen im Monat (und das ist m.E. nicht gerade viel) dürfte man mindestens schon genau soviel wie beim 4er-Paket-Abo+ HD bei Premiere zahlen, obwohl man so aber nur Film und Sport (Fußball) schaut.
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#2 AW: Medientage: Gibt es noch eine Zukunft für das lineare Fernsehen?
geschrieben am 31.10. 2008 um 14:32Man bedenke noch den Kopierschutz-Wahn. Solange das "lineare" Fernsehen sich da zurückhält, hält es seinen Vorteil.
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TV_WW#3 AW: Medientage: Gibt es noch eine Zukunft für das lineare Fernsehen?
geschrieben am 31.10. 2008 um 15:04Solange die Bandbreite für viele(!) On-Demand-Nutzer nicht vorhanden ist werden Broadcast-Dienste (lineare Medien) nicht aussterben.
Brandbreite für alle wird es nicht zum Nulltarif geben.
Brandbreite für alle wird es nicht zum Nulltarif geben.
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#4 AW: Medientage: Gibt es noch eine Zukunft für das lineare Fernsehen?
geschrieben am 31.10. 2008 um 20:55Ich bin kein Fan von VOD. Ich hab lieber bestimmte Sendungen zu einer geregelten Zeit. Flexibles Fernsehen kann man ja dann eigentlich auch nicht mehr als Fernsehen bezeichnen, eher Videoabruf. Genauso nutze ich meinen PVR auch nicht wirklich. Wenn ich was verpasse, dann verpasse ich es eben. Die Aufnahmefunktion nutze ich nur, wenn ich einen Film unbedingt archivieren will. Für mich wird sowas wie VOD niemals das herkömmliche Fernsehen ersetzen.
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