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  • "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

07.11.2008, 16:07 Uhr, ar

Leipzig - Zu der neuen Hologrammtechnik beim Nachrichtensender CNN befragte DIGITAL FERNSEHEN den Geschäftsführer von N 24 für Produktion und Technik, Frank Meißner.


CNN hat in der US-Wahlnacht eine neue Hologrammtechnik eingesetzt. Damit
wurde die in Chicago stationierte CNN-Reporterin Jessica Yellin in das
zentrale Wahlstudio in Washington "gebeamt" (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Das ist auch eine Option für den deutschen Nachrichtensender N 24, verrät Meißner.

DIGITAL FERNSEHEN: Herr Meißner, was halten Sie von der Hologrammtechnik?
 
Frank Meißner: Hologrammtechnik ist, richtig eingesetzt, eine Technik, die besonders bei Nachrichten- und Sportsendungen dem Zuschauer einen Mehrwert bieten kann. Dabei ist es wichtig, sie so einzusetzen, dass nicht eine Effekthascherei im Vordergrund steht, sondern eine neue moderne Bildgestaltung das Ziel ist.
 
DF: Können Sie sich einen Einsatz der Technik in Ihrem Nachrichtenstudio
vorstellen?
 
Meißner: Für N 24 ist solch eine Technologie durchaus vorstellbar, und wir schauen uns auch schon verschiedene Produkte an. Allerdings haben wir mit unserem neuen Studio bereits neue Elemente eingeführt, so dass ein kurzfristiger Einsatz momentan nicht geplant ist.
 
DF: Durch den Einsatz einer solchen Technik könnte eine Menge Geld
gespart werden, da die Interviewpartner nicht mehr ins Studio kommen
müssten. Was halten Sie von einem solchen Argument?
 
Meißner: Diese Aussage ist falsch. Ein Gesprächspartner im Studio ist durch keine Technologie zu ersetzen. Und ob ich Schalten über einen Monitor, eine virtuelle Leinwand, eine Großbildprojektion oder über Holographie realisiere, ist letztlich nur eine Gestaltungsfrage.
 
DF: Zielt die technische Entwicklung bei Nachrichtensendungen Ihrer
Meinung nach zukünftig in eine solche Richtung? Wenn nein, in welche
Richtung geht die technische Entwicklung?
 
Meißner: Ein Stück weit geht die technische Entwicklung schon in Richtung moderner Studiogestaltung, aber die eigentlichen technologischen Innovationen finden im Hintergrund statt. Moderne und effiziente Workflows im Newsroom und in der Produktion auf Basis digitaler Tapeless-Systeme und modernster Redaktionssysteme bilden den absoluten Schwerpunkt der derzeitigen technischen Entwicklung.
 
DF: Herr Meißner, vielen Dank für das Interview.

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.
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sky2sky2

#1 AW: "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

geschrieben am 7.11. 2008 um 16:40
Lieber das hohle Doku-Programm einstellen, das wäre eine sinnvollere Investition.
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emteweemtewe

#2 AW: "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

geschrieben am 7.11. 2008 um 16:42
Wer hat sich eigentlich den Begriff Hologrammtechnik ausgedacht? Es ist kein Hologramm, es ist auch keine Holografie, es ist nur eine dreidimensionale Projektion! Das ist etwas vollkommen anderes als ein Hologramm oder eine Holografie!
Diese 3D-Projektion hat mit einer Holografie etwa soviel zu tun wie ein Daumenkino mit einem IMAX.

Gruß
emtewe
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Marc.OMarc.O

#3 AW: "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

geschrieben am 7.11. 2008 um 16:44
Hier ein Video von der Hologrammtechnik:
http://de.youtube.com/watch?v=xKjB1tDCNno&feature=related
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sky2sky2

#4 AW: "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

geschrieben am 7.11. 2008 um 16:47
danke, MTEWE für die Info, tja da sieht man mal wieder die tägliches Falschmeldungen des Journalismus.
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Klaus K.Klaus K.

#5 AW: "Für N 24 ist Hologrammtechnik durchaus vorstellbar"

geschrieben am 7.11. 2008 um 18:36
Es ist nicht mal eine 3D-Projektion, was CNN da weltweit als "Hologramm" werbewirksam verkauft - und alle "Fachleute" freuen sich über den "Fortschritt"...

Hier meine Antwort auf eine andere lustige Interpretation des CNN-Hoax,
Zitat:
"Im New Yorker Studio sollen dann zusammengeschaltete Beamer für die Wiedergabe des Hologramms gesorgt haben."

Dies ist der Gipfel von allem Unsinn, den ich auch anderswo über das angebliche "Hologramm" in der CNN-Wahlsendung gelesen habe! Als pensionierter TV-Techniker kenne ich die Tricks der TV-Studios, und ich weiß, wie ein echtes Hologramm aussieht (einige hängen bei mir an der Wand). Solche Grünstanzen wie bei CNN sind heutzutage Standard in guten virtuellen TV-Studios und haben nichts mit "Beamer"-Projektion zu tun (vielleicht hat der Moderator von "Beaming" gesprochen, meinte damit aber scherzhaft die Sciencefiction-Film-Tricktechnik bei "Raumschiff Enterprise"...).
Den Aufwand von CNN mit vielen kleinen HD-Kameras in allen Ehren, aber das gab es schon beim ersten "Matrix"-Film, nur der Live-Einsatz war neu. Geübte Augen konnten auch erkennen, dass die "Holo-Dame" etwas zu klein eingestanzt wurde im Verhältnis zum Moderator. Der hat sie nur mit Hilfe eines TV-Monitors mit dem zusammengemischten Gesamtbild ansprechen können, weil vor ihm im TV-Studio NICHTS zu sehen war. An echter holografischer Darstellung eines lebensgroßen Objektes beißen sich z.Zt. noch ganze Forschungsgruppen die Zähne aus...
Abgesehen davon hatte das Ganze nichts mehr mit seriöser Berichterstattung zu tun und diente nur der CNN-Eigenwerbung.

Klaus
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