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  • Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

18.02.2009, 08:58 Uhr, cg

Düsseldorf - Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise fangen viele Konsumenten an, sparsamer zu leben. Genau davon profitieren nun Teleshoppingkanäle wie der Münchener Auktionssender 1-2-3.TV oder QVC.


Wie das "Handelsblatt" berichtet, schrieb der Verkaufssender 1-2-3.TV gar von Oktober bis Ende Dezember letzten Jahres nach eigenen Angaben das beste Quartal seit Gründung. "In Krisenzeiten sind Restposten und Lagerüberhänge, die wir aufkaufen, gefragt", sagte Gründer und Geschäftsführer Andres Büchelhofer gegenüber dem Wirtschaftsblatt.

Auch der Auktionskanal 1-2-3.TV schreibt das beste Quartal seit seiner Gründung. Vergangenes Jahr steigerte 1-2-3.TV demnach seine Erlöse auf annähernd 88 Millionen Euro, ein Plus von 13 Prozent. Der Auktionssender konnte damit sogar seinen Konkurrenten RTL Shop - kürzlich umbenannt in Channel 21 (DIGITAL FERNSEHEN berichtete) - vom Platz drei der deutschen Teleshoppingkanäle verdrängen.
 
Der Marktführer ist QVC, ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Medienkonzerns Liberty Media, gefolgt vom Kanal HSE 24, einem Ableger des Essener Handels- und Touristikkonzerns Arcandor. Wie gut die Geschäfte für HSE 24 laufen, berichtete DF bereits im November letzten Jahres:
 
"Wir können an das bereits sehr gut gelaufene Vorjahr anschließen. Mit einer zwölfprozentigen Umsatzsteigerung und einem Netto-Umsatz von 320 Millionen Euro hat HSE 24 das Jahr 2007 mit dem bis dahin höchsten Umsatz in der zwölfjährigen Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Parallel hat sich das EBITDA zum Vorjahr verdoppelt. Für 2008 erwarten wir erneut eine positive Umsatz- und Gewinnentwicklung auf ähnlich hohem Niveau", sagte damals die Leiterin Unternehmenskommunikation bei HSE 24, Alexandra Brune, in einem Interview mit DIGITAL FERNSEHEN.
 
Im vergangenen Quartal lief das Geschäft mit preiswerten Artikeln bei 1-2-3.TV besonders gut. Das hat dem Schnäppchensender zu einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von über einer Million Euro verholfen. Das Gesamtjahresergebnis sei zwar noch negativ, konnte aber gegenüber dem Vorjahr um mehr als neun Millionen Euro verbessert werden, sagte Büchelhöfer gegenüber dem "Handelsblatt". Genauere Angaben machte er nicht.
 
Auch für das kommende Jahr zeigt sich 1-2-3.TV zuversichtlich. So wolle das Unternehmen Büchelhofer zufolge die Umsatzschwelle von 100 Million Euro erreichen. Um dieses Ziel zu realisieren, will der Sender das Restpostengeschäft mit Marken wie Armani, Gucci, Adidas, Puma, Nokia oder Philips ausbauen. Der vor fünf Jahren gestartete Sender gehört zu jeweils 20 Prozent den Finanzinvestoren Wellington, Target und 3i. Außerdem ist Premiere mit rund 14 Prozent an dem Schnäppchensender beteiligt.
 
Die bisherige Nummer drei im Markt, Channel 21, steht durch die Übernahme durch die Industrieholding Aurelius Equity Development letzten August vor zahlreichen Veränderungen. Der von RTL gegründete Kanal, fuhr bislang nur Verluste ein, soll sich aber durch den neuen Sendernamen und ein verändertes On-Air-Design neu am Markt etablieren (DF berichtete) .
 
"Wir wollen uns ganz bewusst auch emotional von dem Alten trennen und das Neue, Positive vorantreiben. Die neue Marke Channel 21 bietet uns hier die einmalige Gelegenheit, uns am Markt klar als Empfehlungssender unter den klassischen Teleshoppinganbietern zu positionieren, unsere Unternehmensstrategie konsequent umzusetzen und eine Trennung von weniger erfolgreichen Dingen der Vergangenheit zu garantieren", so Robert Ferstl, Geschäftsführer Channel 21, damals im Interview mit DF.
 
So soll der Hannoveraner Shoppingkanal nach Angaben der Investorengesellschaft 2009 auch erstmals aus den roten Zahlen kommen. "Das Unternehmen kommt gut voran", sagte ein Sprecher. Die Sanierung laufe auf Hochtouren. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 80 Millionen Euro. Zum Verlust machte Aurelius gegenüber dem Wirtschaftsblatt allerdings keine Angaben.

Auch der Marktführer QVC bleibt trotz Wirtschaftskrise und dunkler Wolken zuversichtlich. QVC-Chef Ulrich Flatten hatte zuletzt ein einstelliges Umsatzwachstum prognostiziert. Nach Informationen aus Branchenkreisen habe der Düsseldorfer Einkaufssender dieses Ziel für 2008 auch erreicht. "Nach einem Minus in der Ebitda-Entwicklung 2007 sollte QVC im Jahr 2008 wieder ein Wachstum aufweisen", so ein Brancheninsider gegenüber DF, der damit die Aussage des "Handelsblattes", wonach QVC im Jahr 2008 Verluste verzeichnet haben soll, als falsch widerlegt.
 
Die offizielle Bilanz wird erst am 25. Februar vorgelegt. Dann veröffentlich der Mutterkonzern Liberty Media seine Zahlen. Die QVC-Geschäftszahlen werden am 4. März offiziell präsentiert, wie ein Bracheninsider gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bestätigt.
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Der FrankeDer Franke

#1 AW: Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

geschrieben am 18.2. 2009 um 9:36
Kaum von Premiere weg....
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multycastmultycast

#2 AW: Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

geschrieben am 18.2. 2009 um 10:53
Ganz mal ganz im ernst: Kann man bei diesen Shopping-Kanälen Ware kaufen, die im Preis/Leistungsverhältnis in Ordnung sind? Es darf gerne billig/schlechte Qualität oder nicht billig/gute Qualität sein, der Idealfall für jeden ist natürlich billig/gute Qualität - das bezweifle ich aber. Ich habe noch nie dort etwas gekauft und schau mir diese Sender auch nicht an.

Gruss
Multycast
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muggermugger

#3 AW: Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

geschrieben am 18.2. 2009 um 11:06
Teleshopping......

letztens bei 1-2-3

Gerät x (diesesmal nicht mit ner Billiguhr mit "erfundenem" Namen )

1-2-3: sie können auch im Internet schauen; (zeigt ne Seite mit 349€ als Preis).... dann kam die Modellnummer ins Bild

Preis: 79€ bei 1-2-3 gings für knapp unter 200€ weg

Wie nennt man soetwas ? "Dummenfang"
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stargazer01stargazer01

#4 AW: Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

geschrieben am 18.2. 2009 um 13:34
Nee, das ist traurige Realität. Ich habe mal in einem Supermarkt vor vielen Jahren eine Studie gesehen, da hiess es in einem Angebot "1 Stück 30 Pfenning, 3 Stück eine Mark". Im Ergebnis kauften fast 70% der Leute die Dreierpackung. Ist schon schlimm, wie leicht man beeinflusst werden kann. Und mal ehrlich, mit Dummheit hat das nichts zu tun, man kann auch mit miserabelstem Schulabschluss diese simple Rechnung machen, ist aber nicht unbedingt vor Manipulation geschützt. Und das nutzen Shoppingsender. Oder glaubt ernsthaft jemand, dass ein Schwamm mehr Reinigungskraft hat als eine chemische Keule, nur weil der "Putzhexe" heisst?
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BerlinerBerliner

#5 AW: Teleshoppingkanäle profitieren von Wirtschaftskrise

geschrieben am 18.2. 2009 um 13:38
Allenfalls Klamotten. Technik ist veraltet und überteuert, bei Uhren und Schmuck ist der Grat zum Betrug extrem schmal, wenn eine China Uhr für angeblich 6.999 Euro UVP bei der Rückwärtsauktion bei 149 Euro startet, für 111 Euro verkauft wird und bei Ebay für 29 Euro im Neu/Sofort Kauf steht.
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