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  • Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

26.02.2009, 09:35 Uhr, mg

Hamburg - Das satirisch-kritische Online-Magazin Fernsehkritik-TV (www.fernsehkritik.tv ) hat am Donnerstag die Kampagne "Dafür zahl' ich nicht" gestartet - eine Kampagne gegen die zunehmende Verflachung bei ARD und ZDF.


Die Aktion ist eine Parodie auf die GEZ-Kampagne "Natürlich zahl' ich" und ist absichtlich in einem ähnlichen Erscheinungsbild gehalten. In diversen deutschen Kinos läuft ein 18-sekündiger Kinospot, zudem ist die Seite www.dafuer-zahl-ich-nicht.de online gegangen.
 
Mit der Kampagne will Fernsehkritik-TV die Gebührenzahler dazu bringen, endlich mehr Druck auf die öffentlich-rechtlichen TV-Sender auszuüben. Holger Kreymeier, Produzent von Fernsehkritik-TV: "Die ARD startet im April die fünfte Daily Soap in ihrem Programm, das ZDF nimmt im Informationsbereich immer boulevardeskere Züge an. Dafür zahlen wir nicht unsere Gebühren."
 
Kreymeier verweist zudem darauf, dass die Öffentlich-Rechtlichen alles andere als unabhängige Medien sind, wie es in den GEZ-Spots behauptet wird: "Man sieht dies doch am derzeitigen Gezerre um den ZDF-Chefredakteur Brender. Auch die Suche nach einem Intendanten war vor einigen Jahren schon eine Politfarce. In der ARD ist es genauso verkrustet."
 
Die Kampagne beinhaltet auch Forderungen. Kreymeier: "Die Öffentlich-Rechtlichen müssen absolut werbefrei werden, und es darf keine Quotenmessungen für ARD und ZDF mehr geben. Zum Bildungsauftrag gehört es, ein Programm unabhängig von Kommerz und Quote zu machen. Das ist der Sinn von Fernsehgebühren."
 
Fernsehkritik-TV erscheint zweimal pro Monat neu und nimmt aktuelle Sendungen und Themen des Fernsehens satirisch-kritisch unter die Lupe. Im Oktober 2008 wurde das Magazin dafür mit einem IPTV Award auf den Münchner Medientagen ausgezeichnet.
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Lady on a RooftopLady on a Rooftop

#1 AW: Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

geschrieben am 26.2. 2009 um 10:04
Woher haben die das Geld für Kinospots?
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teletextteletext

#2 AW: Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

geschrieben am 26.2. 2009 um 10:40
Sch...., ist das billig gemacht. Wieder eine dieser Hetzkampagnen gegen die Öffentlich-Rechtlichen, die keiner braucht.
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LechukLechuk

#3 AW: Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

geschrieben am 26.2. 2009 um 10:56
Du hast diesen Fred gelesen? Roland Koch kritisiert Zuschauerrückgang bei ZDF-Informationssendungen

Also ich fand seine Beiträge zur deutschen Fernsehlandschaft eigentlich immer recht gut gemacht. War ja klar das irgendeiner hier wieder aufsteht und die heilige Kuh ÖR glaubt verteidigen zu müssen.

Warum braucht die keiner?
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Lady on a RooftopLady on a Rooftop

#4 AW: Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

geschrieben am 26.2. 2009 um 11:02
Das sehe ich anders. Das Niveau der ÖRs hat in den letzten Jahren tatsächlich abgenommen. Wenn die Kampagne nur besseres Programm fordert, bin ich damit vollkommen einverstanden.
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KellerkindKellerkind

#5 AW: Fernsehkritik-TV startet Kampagne "Dafür zahl' ich nicht"

geschrieben am 26.2. 2009 um 11:33
Wenn du sowas sagst, dann behauptest du ein Extrem und das ist schonmal gar nicht belegbar.

Gegen eine qualitative Verbesserung kann man schonmal pauschal nichts sagen, weil sich keiner freiwillig als dummen Konsumenten bezeichnen will.

Aber wie realistisch sind denn die Forderungen? Natürlich ist eine weitere Seifenoper Quark. Natürlich stört die Werbung. Und das Parteiengerangel ist schlicht entlavend.
Aber was ist, wenn es statt der Seifenoper ein Kulturmagazin gäbe? Würde das eingeschalten? Natürlich nicht. Und die fehlende Werbung würde auch den wenigsten aufallen, weil sie von den Privaten schlimmeres gewöhnt sind. Es kann mir auch keiner erzählen, dass er bei noch so tiefgreifenden Veränderungen von heute auf morgen an politisch Unabhängigkeit glauben würde.
Diese Sachen klingen alle nur toll, aber sie bewirken nichts. Warum werden sie gefordert?

Gleiches gilt für den Quotenmessstopp. Solange die Sender zusammen mit den PRivaten empfangbar (d.h. existent) sind, kann man die Quotenmessung nicht abkoppeln, weil man dann die Zahlen für die Privaten nicht glaubwürdig ausgeben könnte. Hat RTL dann statt 12% plötzlich 36%, obwohl kein zusätzlicher Zuschauer vor dem Sender sitzt?

Die Forderungen sind also entweder verpuffend oder unrealistisch. Und das obwohl wir uns alle einig sind, dass die ÖR Fehler, Macken und genügend qualitative Missstände haben. Die Kampagne erzeugt oberlächliches Gehetze, besonders von denen, die die Sender eh nicht schauen.
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