Übermittlung Ihrer Stimme...
Es liegen noch keine Bewertungen vor. Vergeben Sie einen bis fünf Sterne.

  • Anga fordert Verschlüsselung auch für DVB-T

23.03.2006, 08:59 Uhr, mg

Bonn - Der Kabelverband Anga meldet sich zu den Verschlüsselungsplänen der privaten Sender via Satellit zu Wort und macht sich für eine dringende Anpassung der vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Kabeleinspeisung stark.


Würden diese Neuregelungen der Einspeisung in die Kabelnetze nicht durchgeführt, müssten die Privatsender mit Reichweitenverlusten von bis über 3 Millionen Kabelhaushalten rechnen, prognostiziert die Anga heute in einer Pressemitteilung.

Laut Anga-Präsident Thomas Braun sind die mittelständischen Kabelunternehmen nicht bereit, eine weitere Vertiefung der Ungleichbehandlung gegenüber anderen Netzbetreibern hinzunehmen. Wenn sich mit der Verschlüsselung die technischen und ökonomischen Bedingungen der Satellitenverbreitung grundlegend ändern, müssten auch die vertraglichen Vereinbarungen über die Kabeleinspeisung angepasst werden.
 
Anga-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Charissé weist in diesem Zusammenhang auf die rechtlichen Vorgaben der sogenannten „Zugangsrichtlinie“ der Europäischen Union hin. Danach müssen Verschlüsselungssysteme ausdrücklich eine "kostengünstige Kontrollübergabe" gestatten, damit "Netzbetreibern auf lokaler und regionaler Ebene die vollständige Kontrolle der Dienste" möglich bleibt. "Wir müssen im Interesse unsere Kabelkunden die Möglichkeit haben, die Satellitenprogramme zentral zu entschlüsseln – jedenfalls solange die Sender auch über DVB-T unverschlüsselt empfangbar sind. Eine Besserstellung des Antennenempfangs wäre wettbewerbspolitisch nicht akzeptabel." Charissé weiter: "Wenn die Verschlüsselung kommt, muss sie auch für DVB-T gelten."

Mit Blick auf die Diskussion über die Vergabe exklusiver Senderechte sieht auch die Anga Bedarf nach einer Ergänzung des Rundfunkstaatsvertrags und der Mediengesetze. Zusätzlicher Vorgaben bedarf es für die Inhaber der Sendelizenzen. Der Gesetzgeber muss ausschließen, dass ein Programmveranstalter - oder der von ihm beauftragte Plattformbetreiber - den Empfang seines Programms durch einen Kabelnetzbetreiber und seine Kabelkunden missbräuchlich beschränkt. Anga-Haupt geschäftsführer Dr. Peter Charissé: "Um den Missbrauch von Inhaltemonopolen auszuschließen, muss aus dem "Must Carry-Prinzip" des Rundfunkstaatsvertrags ein "Must Offer" der Inhaber von Sendelizenzen werden. Und zwar zu Bedingungen, die großen und kleinen Kabelnetzbetreibern eine kundenfreundliche Einspeisung aller relevanten Programme ermöglichen."
 
Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes Privater Kabelnetzbetreiber Anga versorgen rund 9 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland.
  •  drucken 
  •  empfehlen 
  •  merken
  •  abonnieren 
  • Gefällt mir
Die Kommentarfunktion ist noch nicht aktiviert.
  • Spannende Hintergrundthemen
Möbel für Multimedia-Technik
Heimkino
Immer mehr Möbel- und TV-Anbieter setzen auf eine Verknüpfung von Ambiente und Technik. Wir geben Ihnen einen Ausblick auf die Designtrends der Flachbildhersteller und Tipps, wie bislang auffällige Technik geschickt versteckt werden kann.  mehr... 
Schneewittchen und die sieben Zwerge
Entertainment
Mit "Schneewittchen" startet Disney Home Entertainment die Reihe "Diamond Edition" und bekräftigt noch einmal den Qualitätsanspruch bei der Restauration der unvergesslichen Zeichentrickschätze. Das älteste Disney- Meisterwerk stellte die Restauratoren vor eine besondere Herausforderung. mehr... 
3D-Hoffnungen 2012
Entertainment
Tolkien-Fans freuen sich, endlich haben wir das Jahr 2012 erreicht. Ebenjenes Jahr, in dem mit "Eine uner wartete Reise" der erste Teil der Verfi lmung der Buchvorlage "Der Hobbit" in die Kinos kommt. Bis zum 13. Dezember ist es zwar noch eine unerträglich lange War tefrist, diese wird uns aber durch viele weitere Filmhighlights in 3D versüßt. mehr... 
Großes Kino für die Ohren
Audio
Im Vergleich zu den Augen ist das Gehör um einiges feiner. Diesen Umstand machen sich Künstler zunutze. Die treibende Kraft ist hierbei der Wunsch des Schaffenden, dem Rezipienten eine Realität vorzugaukeln, ohne dass dieser die Offensichtlichkeit der Illusion bemerkt. Dabei spielt die Intensität der Wahrnehmung eine große Rolle. mehr... 
Anzeige
Digital-TV Jetzt!
Bild: Auerbach Verlag

Der analoge Satellitenempfang in Deutschland ist seit dem 30. April abgeschaltet. Was Sie jetzt tun müssen und alle Informationen zur Digital-TV-Umstellung hat DIGITALFERNSEHEN.de zusammen mit den Partnern Astra, Loewe und Televés für Sie zusammengestellt. Lesen Sie mehr...
Beliebteste Meldungen
Leserwahl 2012
Bild: Auerbach Verlag

Die Leserwahl von DIGITALFERNSEHEN.de und den Zeitschriften AUDIO TEST, DIGITAL FERNSEHEN, HD+TV, DIGITAL TESTED, BLU-RAY MAGAZIN und SATELLIT ist entschieden. In 30 Kategorien haben unsere Leser die Produkte des Jahres 2012 gekürt. Alle Gewinner und mehr...
DIGITALFERNSEHEN.de auf iPad und iPhone
Bild: Auerbach Verlag

DIGITALFERNSEHEN.de erobert Smartphones und Tablet-PCs - Details zu unserer Gratis-App sowie Facebook, Twitter und Co. mehr...
Finden Sie uns auf Facebook