Kabelkongress: Teilnehmer fordern schnellere Analogabschaltung

14.10.2009, 16:00 Uhr, mth

Leipzig - Auf dem 12. Kabelkongress des Fachverbands Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) beschäftigten sich die Teilnehmer mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung und Analogabschaltung.


Diskutiert wurde unter anderem über die Grundverschlüsselung, Triple Play und über Urheberrechte, teilt Heinz-Peter Labonte, stellvertretender Vorsitzender des FRK mit.
 
In der Mitgliederversammlung seien insgesamt sechs Anträge gestellt worden. Darin fordere der FRK unter anderem eine schnelle Abschaltung der analogen Programmverbreitung und eine digitale Selbstbestimmung der Kunden ohne Grundverschlüsselung. Weitere Themen waren die Unterstützung von Astra bei der Realisierung von HD Plus sowie die Gleichbehandlung aller Kabelnetzbetreiber bei der Erhebung von Urheberrechtgebühren.
 
Wie Labonte mitteilte, sei der FRK ebenso an dem Versuch in Oberwiesenthal beteiligt, wo untersucht werde, ob durch die Nutzung des Frequenzbereiches 790 bis 862 Megahertz für den Mobilfunk Störungen beim Kabelempfang zu befürchten sind.


Heinz Jürgen Bien, Vorsitzender des FRK, habe schwere Vorwürfe gegen Vertreter kommunaler Einrichtungen erhoben. So gebe es Fälle, in denen der Oberbürgermeister städtische Wohnungsgesellschaften aufforderte, ihre Verträge mit den örtlichen Stadtwerken abzuschließen und nicht mit privaten Kabelnetzbetreibern.
 
Deswegen habe er bereits auch den Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg angeschrieben und darum gebeten, entsprechende Schritte einzuleiten. Auch kleineren, steuerzahlenden Unternehmen müsse eine faire Chance im Wettbewerb mit kommunalen Unternehmen eingeräumt werden.

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