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  • Frankreich ist Spitzenreiter bei IPTV

12.04.2006, 10:29 Uhr, sch

Egham, Surrey - Die Anzahl der Haushalte mit IPTV-Abonnement in Westeuropa soll dieses Jahr 3,3 Millionen erreichen und 16,7 Millionen im Jahr 2010.


Nach den Prognosen einer aktuellen Studie von Gartner Inc. soll IPTV (Internet Protocol Television) dennoch die nächsten fünf Jahre zu kämpfen haben, bis es sich erfolgreich auf dem Markt durchgesetzt hat.

IPTV muss gegen die Konkurrenz von etablierten Pay-TV-Anbietern sowie free-to-air-Fernsehangeboten, die qualitativ gute Programme kostenlos bereitstellen, ankommen. Daher wird der Dienst anfänglich mit niedrigen Preisen und Paketen Abonnenten anlocken.
 
Der Studie zufolge wird dadurch der Gewinn der IPTV-Anbieter in Westeuropa von 336 Millionen Euro in 2006 auf nur 3 Milliarden im Jahr 2010 ansteigen. Aber auch wenn die mittelfristigen Profite durch IPTV nicht so hoch ausfallen, können es sich die Anbieter nicht leisten, die Einführung der IPTV-Plattformen zu verschieben, meint Gartner. Dies würde ihre Stellung in der Branche gefährden, da IPTV eine neue Distributionsplattform sei, die nicht nur einen sondern zahlreiche Dienste anbieten kann.

Nach Gartner liegt Frankreich bei IPTV vor allen anderen westeuropäischen Märkten. Ende 2006 werden fast die Hälfte aller IPTV-Abonnenten Franzosen sein, das wären insgesamt 1,7 Millionen die einen Gewinn von 141 Millionen Euro einbringen werden. 2010 werden in Frankreich fast 5 Millionen Abonnenten erwartet, also ein Drittel der IPTV-Abonnenten von Westeuropa.
 
Die Deutschen müssten sich erst daran gewöhnen für Premium-Dienste zu bezahlen. Sie seien sehr auf die Kosten bedacht. Dennoch liege der große Vorteil von IPTV in der Interaktivität. Wenn beispielsweise die Deutsche Telekom Fußball-Rechte bekäme, könnte sie zusätzliche Dienste wie beispielsweise Sportwetten anbieten und dadurch dazuverdienen. Dem deutschen Markt stehe eine Trendwende bevor. Dieses Jahr soll es hier 47 000 IPTV-Haushalte geben und bis 2010 auf 2,8 Millionen ansteigen, wobei sich die Gewinne dann auf 465 Millionen Euro belaufen.
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