Doetz: "Es war ein Fehler"

03.11.2009, 06:00 Uhr, mh

Leipzig - Jürgen Doetz, Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), setzt sich weiterhin für eine Grundverschlüsselung der privaten Programmanbieter ein.


Im Interview mit DIGITAL INSIDER räumt der oberste Interessenvertreter des deutschen Privatfernsehens ein, dass es bei der Digitalisierung falsch war, TV-Sender wie bei der analogen Übertragung unverschlüsselt auszustrahlen. "Ja, es war und ist ein Fehler, eine Infrastruktur auf- und zu bauen, die nicht in der Lage ist, zu adressieren", so Doetz. Im Gegensatz zu einem Pay-TV-Sender, der jedem seiner Kunden eine Smartcard für den Empfang seiner verschlüsselten Programme aushändigt, haben die Free-TV-Sender keinerlei Kundenkontakte. In Zeiten einbrechender Werbeeinnahmen wird dieser Kontakt für die Sender immer wichtiger.

Im Interview verteidigt Doetz die Forderungen der Privatsender, das Ad-Skipping, also das Vorspulen des Werbeblocks bei Aufnahmen, zu unterbinden. "Wenn der Verbraucher die Werbung nicht mehr akzeptiert, muss er konsequenterweise auf das Programmangebot verzichten oder eben dafür bezahlen", erklärt der VPRT-Präsident. Wie sich Doetz den Umstieg im Kabel von analog auf digital vorstellt und warum er für die Einspeisung von HDTV-Sendern den Kabelnetzbetreibern nichts zahlen will, lesen Sie im DIGITAL INSIDER. Weitere Informationen unter www.digital-insider.de.
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