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  • ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

01.02.2010, 05:44 Uhr, ar

Leipzig - Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) ist nicht an das Kabelkompression-Center KCC angeschlossen, über das Das Erste HD übertragen wird. Wäre die KDG angeschlossen, könnte sie Kosten einsparen, sagte ein ARD-Digital-Sprecher gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.


Derzeit übernehmen Unitymedia, Kabel Baden-Württemberg und Net Cologne die ARD-Programme über das KCC. "Nach Aussage von Kabel Deutschland ist die interne Verteilstruktur für das eigene Netz nicht auf die leitungsgebundene Übernahme der Programme über das KCC ausgelegt", erläutert der Sprecher.
 
DIGITAL FERNSEHEN: In der aktuellen Diskussion um die Einspeisung der HDTV-Programme der ARD in das Netz der Kabel Deutschland ist in diversen Medien zu lesen, dass die Kabel Deutschland ihre Programme nicht über das so genannte Kabelkompression-Center KCC bezieht. Ist dies korrekt?
 
ARD Digital: Das ist korrekt.
 
DF: Warum bezieht die Kabel Deutschland ihre Programme nicht über das KCC, wie es gegebenenfalls andere Kabelnetzbetreiber tun?
 
ARD Digital: Nach Aussage von Kabel Deutschland ist die interne Verteilstruktur für das eigene Netz nicht auf die leitungsgebundene Übernahme der Programme über das KCC ausgelegt.
 
DF: Welche Kabelnetzbetreiber beziehen ihr Komplettpaket der ARD über das KCC?
 
ARD Digital: Derzeit übernehmen Unitymedia, Kabel Baden-Württemberg und Net Cologne die ARD-Programme über das KCC.
 
DF: Welche Vorteile bietet das KCC für die Kabelnetzbetreiber?
 
ARD Digital: Es werden witterungsunabhängig drei fertig konfigurierte Multiplexe zur Weitersendung der ARD-Programme in DVB-C 256QAM Kabelkanälen am Übergabepunkt bei der Fa. Ancotel in Frankfurt am Main bereitgestellt. Diese enthalten neben Das Erste HD auch die SDTV-Programme sowie die digitalen Hörfunkangebote der ARD.
 
DF: Welche Kosten könnte sich Kabel Deutschland sparen, wenn sie die Signale vom KCC abnimmt?
 
ARD Digital: Die dezentralen Anlagen zum Empfang der ARD-Programme an den einzelnen Kabelkopfstationen wären nicht mehr erforderlich.
 
DF: In ARD-Veröffentlichungen wird davon gesprochen, dass Sie allen Kabelnetzbetreibern das HDTV-Signal kostenfrei zur Verfügung stellen. Ist damit gemeint, dass dieses ab KCC für die kostenlose Übernahme an die Kabelnetzbetreiber bereitliegt?
 
ARD Digital: Damit sind sowohl der Satellit als auch das KCC gemeint, von wo aus Das Erste HD als Bestandteil des dritten Kabelmultiplexes übernommen werden kann.
 
DF: Nach unseren Informationen kann durch eine leitungsgebundene Übergabe eine deutlich höhere Kanalkapazität von bis zu 50,8 Megabit pro Sekunde zur Verfügung gestellt werden. Erreichen Sie solche Übergabewerte auch im KCC?
 
ARD Digital: Die höhere Kanalkapazität ergibt sich durch die Umstellung eines DVB-C-Kabelkanals von 64QAM auf 256QAM. Die drei Kabelmultiplexe werden, wie bereits zuvor erwähnt, passend für die Weitersendung in DVB-C 256QAM Kabelkanälen angeboten.
 
DF: Welche Modulationsart setzen Sie im KCC ein?
 
ARD Digital: Die Modulation für die Kabelkanäle erfolgt durch den jeweiligen Kabelnetzbetreiber. Bereit gestellt werden drei DVB-Transportströme mit je einer Datenrate von ca. 50,8 Megabit pro Sekunde.
 
DF: Hat der Zuschauer Vorteile von einer Zuführung der Programme durch das KCC?
 
ARD Digital: Eine witterungsbedingte Störung, wie beim Satellitensignal, ist bei der leitungsgebundenen Signalübernahme nicht möglich.
 
DF: Ist im KCC eine Redundanz sichergestellt?
 
ARD Digital: Das KCC und die Leitungswege zum Übergabepunkt bei der Fa. Ancotel sind vollständig redundant ausgelegt.
 
DF: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.
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maliboymaliboy

#1 AW: ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

geschrieben am 1.2. 2010 um 7:21
Im Prinzip nichts neues. Und größtenteils stimme ich dieser Aussage auch zu. Weitere Vorteile für KDG wären:
- Nur 3 Statt wie jetzt 4 Transponder/Frequenzen
- Die Hörfunksender wären auch nicht auf KDG Transpondern (mehr Kapazität für TV Sender)

Vorteil für den Kunden:
- Evtl. bessere Qualität der Hlörfunksender
- Auch Zusatzfeatures (Radiotext) bei den Hörfunksendern
- ARD HD und ZDF HD auch in nicht ausgebauten Netzen

Aber ein Nachteil wäre z.B.:
- Kein ARTE HD (das ist nämlich der Grund, warum der bei KabelBW und UM noch fehlt).

Was übrigens hier vergessen wurde ist, das KDG durchaus ans KCC angebunden ist. Es bezieht nach meinen Infos die Radiosender von da und verteilt sie dann auf die eigenen Transponder.
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orangutanklausorangutanklaus

#2 AW: ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

geschrieben am 1.2. 2010 um 7:49
"Welche Modulationsart setzen Sie im KCC ein?"

ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
mein gott wenn ich keine ahnung habe dann bin ich doch besser still
haben diese schreiberlinge hier eigentliche irgend eine vorstellung wie kabelfernsehen funktioniert

so eine frage zu stellen ist schon peinlich,
sie dann auch noch abzudrucken .....
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Captain_GrauhaarCaptain_Grauhaar

#3 AW: ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

geschrieben am 1.2. 2010 um 9:11
Dem ist nicht so, weil ohne Glasfaseranbindung der lokalen Kopfstation kein KCC Signal mit ARD und ZDF HD (das hat ja mit dem 3 ARD Muxxes nix zu tun).
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maliboymaliboy

#4 AW: ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

geschrieben am 1.2. 2010 um 9:21
Wobei in meinen Augen Glasfaseranbindung (KDG Backbone) und Ausbau auf 610 (bis mehr) Mhz nicht zwangsläufig zusammen hängen müssen. Das man das im Zuge vom Internet so macht, steht auf einen anderen Blatt. Nur muss man ja zum Ausbau des Frequenzbereiches Verstärker etc. austauschen. Für die Glasfaseranbindung muss man 'nur' an die Kabelkopfstation ran. Es ist also (in meinen Augen) durchaus möglich Signale direkt zuzuführen, ohne das das Netz schon ausgebaut ist. Sieht man bei UM/KabelBW ja auch zum teil so.
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RonockerRonocker

#5 AW: ARD: KDG könnte durch Anbindung an Kabelkompression-Center Kosten sparen

geschrieben am 1.2. 2010 um 13:53
Die ARD sollte mal eher schauen wo sie selbst Kosten sparen könnte ...
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